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Wolfsburg-Trainer wackelt gewaltig - Nachfolger bereits gehandelt

Zwei Kandidaten in Wolfsburg gehandelt

Paul Simonis kassiert mit Wolfsburg die nächste Pleite. Der Niederländer spricht von der „vielleicht schwierigsten Niederlage“ seiner Karriere, während bereits erste Nachfolger gehandelt werden.
Trotz der Niederlage gegen Werder Bremen gibt sich Wolfsburg-Trainer Paul Simonis kämpferisch. Der Niederländer glaubt weiterhin an den Turnaround unter seiner Leitung.
Paul Simonis kassiert mit Wolfsburg die nächste Pleite. Der Niederländer spricht von der „vielleicht schwierigsten Niederlage“ seiner Karriere, während bereits erste Nachfolger gehandelt werden.

Die Krise beim VfL Wolfsburg wird immer schlimmer - und Trainer Paul Simonis könnte vor dem Aus stehen.

Nach dem 1:2 (1:0) beim SV Werder Bremen taumeln die Wölfe immer weiter Richtung Tabellenkeller. Ob der Verein nach acht Punkten in den ersten zehn Bundesliga-Spielen (nie startete der VfL schlechter) die Konsequenz zieht und Simonis gehen muss?

„Das ist für mich ein sehr schwieriges Ergebnis. Ich habe nicht über meine Zukunft zu entscheiden. Ich fokussiere mich auf meine Arbeit. Aber das ist vielleicht die schwierigste Niederlage meiner Karriere“, sagte Simonis nach dem Spiel bei Sky.

Sportdirektor Sebastian Schindzielorz sagte: „Jetzt nach dem Spiel finde ich es schwer, Stellung zu beziehen. Ich bitte um Verständnis, dass ich da jetzt nicht viel zu sagen möchte.“ Man habe sich in Wolfsburg mehr vorgenommen. „Dementsprechend ist die Kritik auch berechtigt, der müssen wir uns stellen.“

Erste Simonis-Nachfolger werden gehandelt

Erste potenzielle Kandidaten für eine Nachfolge von Simonis werden bereits gehandelt.

Laut kicker beschäftigen sich die VfL-Verantwortlichen mit Urs Fischer. Gedankenspiele um den langjährigen Union-Coach, der seit seinem Aus im November 2023 vereinslos ist, seien „verbrieft“.

Auch der Name Tim Walter soll dem Fachmagazin zufolge bereits gefallen sein. Der frühere HSV-Trainer war im November 2024 bei Hull City entlassen worden.

Arnold schwer enttäuscht

Sechs der vergangenen sieben Bundesliga-Spiele hat Wolfsburg verloren. Im DFB-Pokal setzte es eine empfindliche 0:1-Niederlage gegen Zweitligist Holstein Kiel.

„Es ist sehr, sehr bitter im Moment“, sagte der schwer enttäuschte Wolfsburger Kapitän Maximilian Arnold: „Es geht nicht in die richtige Richtung.“

Das war auch am Freitagabend in Bremen zu erkennen. Trotz 1:0-Führung (Mattias Svanberg in der 28. Minute) gaben die Wolfsburger einen dringend benötigten Sieg spät aus der Hand.

Wolfsburg-Krise immer schlimmer

Jens Stage (83.) und Samuel Mbangula (90.+4.) drehten mit ihren späten Treffern die Partie für die Hanseaten. Zehn Punkte haben die Wölfe bereits nach Führungen verspielt - Ligahöchstwert.

Damit droht Trainer Simonis nun das Aus. Sky-Experte Mirko Slomka äußerte seine Zweifel, ob der Niederländer nach der Länderspielpause noch im Amt ist.

„Ich glaube, es wird sehr intensiv diskutiert in Wolfsburg, aber so wie ich die Wolfsburger kennengelernt habe in den letzten Jahren, warten sie immer lange, denken auch über alles nach und analysieren alles auch immer sehr genau”, sagte Slomka zunächst: „Aber wenn sie das Gefühl haben, eine Entscheidung treffen zu müssen, dann treffen sie die auch direkt.“

Schon vor der Partie hatte VfL-Geschäftsführer Peter Christiansen betont: „Das ist ein Ergebnissport, das wissen wir alle. Wir sind schon lange in diesem Geschäft und wissen, wie es funktioniert. Es ist kein Problem für mich. Wenn ich das Problem bin, dann gehe ich gerne.“