Er galt lange Zeit als Liebling von Niko Kovac. Entsprechend emotional fiel die Reaktion des BVB-Trainers auf den Wechsel von Pascal Groß nach England aus.
Bundesliga: Warum Groß geht - und was der BVB plant
Was der BVB für Groß kassiert
Am Rande des Wintertrainingslagers in Marbella (Spanien) zeigte sich Kovac sichtlich angefasst: „Das tut mir persönlich sehr weh. Denn ich habe ihn sehr geschätzt – als Menschen und als Spieler.“
Groß beim BVB häufig nur noch zweite Wahl
Zuletzt hinkte der 34-Jährige jedoch den Erwartungen hinterher und spielte sportlich keine allzu große Rolle mehr. Groß war plötzlich nicht mehr unantastbar – im Gegenteil.
Die starke Konkurrenz im zentralen Mittelfeld, unter anderem Felix Nmecha, Marcel Sabitzer und Jobe Bellingham, hatte ihm oftmals den Rang abgelaufen.
„Er hat nicht die Einsatzzeiten, die er sich gewünscht und vorgestellt hat. Er möchte zur WM, das ist sein erklärtes Ziel. Und wir sind dann auch so verblieben, dass wir ihm keine Steine in den Weg stellen wollen“, erklärte Kovac den Abgang eines „Vollprofis“.
Das bringt der Transfer Borussia Dortmund
Für Groß, aber auch für den BVB ist der Wechsel – abgesehen von der emotionalen Komponente – ein guter Deal.
Zwei Millionen Euro Ablöse legt Brighton & Hove Albion für den DFB-Star auf den Tisch – im Hinblick auf sein fortgeschrittenes Fußballeralter und seinen auslaufenden Vertrag nicht gerade wenig. Mit Bonuszahlungen könnte sogar noch eine weitere Million hinzukommen.
So plant der BVB die Groß-Nachfolge
Doch wie fängt der BVB den Verlust auf? Nach SPORT1-Informationen wollen die Dortmunder keinen Neuzugang verpflichten und den Abgang intern auffangen.
Kovac nannte neben Nmecha, Sabitzer und Bellingham auch Salih Özcan als Kandidaten. Sollte der abwanderungswillige Özcan doch noch abgegeben werden, könnten die Verantwortlichen allerdings ins Grübeln kommen.
Dann wäre wohl keine kurzfristige Lösung eine Option, sondern eher eine langfristige, die auch über den Sommer hinaus Sinn ergeben könnte.
Chance für Youngster Kaba
Auch Youngster Mussa Kaba rückt in den Fokus. Das BVB-Eigengewächs darf sich in Marbella empfehlen. Intern glaubt man an seinen Durchbruch, spätestens im Sommer soll der 17-Jährige in die Profi-Mannschaft integriert werden.
Bislang ist jungen Talenten unter Kovac der Weg ins Team jedoch verwehrt geblieben.