Nico Schlotterbeck ist beim dramatischen Sieg von Borussia Dortmund gegen den FC St. Pauli um einen möglichen Platzverweis herumgekommen - zur großen Verwunderung der Experten im SPORT1 Doppelpass.
Bundesliga: Wegen Schlotterbecks Foul ist ein Experte nahezu entsetzt
Schlotterbeck? Klartext im Doppelpass
Sowohl Stefan Effenberg als auch Armin Veh sahen in dem Foul des deutschen Nationalspielers an Arkadiusz Pyrka ein Vergehen, das zwingend mit einem Platzverweis zu ahnden gewesen wäre.
„Das ist Rot. Ich verstehe es nicht, warum der VAR nicht eingreift”, schimpfte der geradezu entsetzte Veh: „Er wollte den Ball treffen, hat er aber nicht. Das ist eine klare Rote Karte. Wie viele Leute schauen sich die Szene an? Das ist mir ein totales Rätsel.“
Schlotterbeck? „Da ist im Normalfall der Fuß ab“
Effenberg pflichtete bei: „Er kommt zu spät, und da hätte es Rot geben müssen.“
Schlotterbeck war bei dem 3:2-Sieg des BVB in der 16. Spielminute von Pyrka an der Seitenlinie überlaufen worden und setzte an der Eckfahne zur Grätsche an. Er erwischte seinen Gegenspieler mit ausgestrecktem Bein und offener Sohle von hinten an der Achillessehne. Schiedsrichter Harm Osmers entschied auf Gelb.
Nicht nur die Experten im Doppelpass konnten das Vorgehen der Unparteiischen nicht nachvollziehen. Auch St. Paulis Trainer Alexander Blessin sprach von einer klaren Fehlentscheidung.
„Wie Schlotterbeck da reingeht, da ist alles gegeben: er spielt den Ball nicht, knöchelhoch – da ist im Normalfall der Fuß ab und dann sprechen wir darüber, dass es nach einer Viertelstunde eine Rote Karte ist", sage der Coach.
Auch Kovac stimmt dem Gegner zu
Der VAR, der später auch für die spielentscheidende Szene verantwortlich war, hatte Osmers nicht an die Seitenlinie geschickt.
Doch selbst Dortmunds Trainer Niko Kovac konnte der Argumentation Blessins folgen. „Ich verstehe Alex bei der Situation mit Schlotterbeck“, sagte er. Das Foul sei „ziemlich hart“ gewesen.
Mit der Verwarnung sei es „für uns gut gelaufen, für St. Pauli weniger“.