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BVB bestraft Adeyemi

BVB bestraft Adeyemi

Borussia Dortmund bittet Karim Adeyemi nach dessen Wutausbruch beim Spiel gegen Gladbach zur Kasse.
Der Fall Karim Adeyemi hatte zum Ende des vergangenen Jahres für viel Ärger gesorgt. Niko Kovac kündigt daher ein Gespräch mit dem Nationalspieler an.
Borussia Dortmund bittet Karim Adeyemi nach dessen Wutausbruch beim Spiel gegen Gladbach zur Kasse.

Als Karim Adeyemi am Sonntagmorgen im Dauerregen von Marbella den Trainingsplatz betrat, hatte er den Rapport bei den BVB-Bossen schon hinter sich.

Für seinen Wutausbruch im letzten Spiel vor der Winterpause muss Adeyemi nach einem Gespräch mit Geschäftsführer Lars Ricken und Sportdirektor Sebastian Kehl nach SPORT1-Informationen eine hohe Geldstrafe bezahlen - die von der Bild-Zeitung kolportierte Summe von 90.000 Euro kann SPORT1 nicht bestätigen.

Adeyemi hatte beim 2:0-Sieg gegen Gladbach mit seinem Verhalten für Aufregung gesorgt. Auf dem Platz war der Nationalspieler mehrfach mit Gegenspieler Kevin Diks aneinandergeraten, später sogar mit Schiedsrichter Sven Jablonski.

Adeyemi-Wutausbruch: BVB-Verantwortliche finden deutliche Worte

Trainer Niko Kovac reagierte konsequent und nahm den Hitzkopf vom Platz. Nur Kehl verhinderte, dass Adeyemi frustriert direkt in der Kabine verschwand.

„Das gehört sich nicht, und das weiß auch Karim“, betonte Kehl damals zu dem Abgang des 23-Jährigen. „Deswegen wird er dafür eine Geldstrafe bekommen.“ Die Sanktion ist nun erfolgt.

Coach Kovac hatte zu Beginn der Winter-Vorbereitung zudem ein klärendes Gespräch angekündigt. „Ich kenne Karim sehr gut, Karim ist ja von Haus aus ein sehr, sehr guter Junge“, sagte Kovac. „Ich weiß, dass er einen Fehler gemacht hat. Das wird er sicherlich auch dementsprechend wieder verändern.“

Adeyemi sorgt durch Ärger mit der Justiz für Schlagzeilen

Für den BVB-Trainer sorgen solche Themen immer wieder unnötig für Unruhe. Zumal Adeyemi schon vor seinem Wutausbruch vor Weihnachten durch seinen Ärger mit der Justiz wegen einer „Mystery Box“, die illegale Waffen enthielt, für Schlagzeilen gesorgt hatte.

Sportlich ist der BVB auf den 23-Jährigen eigentlich angewiesen. Ein Adeyemi in Bestform kann den Unterschied ausmachen. In der Hinrunde gelang ihm das aber nur phasenweise. Sechs Tore und drei Vorlagen in 22 Pflichtspielen für die Schwarz-Gelben sind ausbaufähig.

Adeyemi kämpft um sein WM-Ticket

Adeyemi soll nun alle Nebenschauplätze ausblenden. Laut Kovac habe er über die Weihnachtstage und den Jahreswechsel genügend Zeit gehabt, um sein Verhalten zu reflektieren. Schließlich will sich der schnelle Flügelspieler mit guten Leistungen in den WM-Kader von Bundestrainer Julian Nagelsmann spielen.

Und danach? Sein Vertrag beim BVB endet im Juni 2027. Entweder Adeyemi verlängert oder er müsste im Sommer abgegeben werden, wenn er im Jahr darauf nicht ablösefrei wechseln soll. So oder so sollte Adeyemi daran arbeiten, eher wieder sportlich für Schlagzeilen zu sorgen.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)