Bundesliga>

BVB-Kapitän Can sorgt bei Union-Fans für Reizstimmung

Diese Can-Szene sorgte für Aufregung

Emre Can erlebt gegen Union Berlin einen aufregenden Abend. Niko Kovac muss seinen verwarnten Kapitän vorzeitig vom Feld nehmen.
Mit seinem Einstieg gegen Union Berlin erntete Emre Can einiges an Pfiffen von den Zuschauerrängen. Die Trainer sehen die Aktion des BVB-Akteurs nicht so ernst. Niko Kovac hatte zunächst keine Kenntnis. Deutliche Worte findet hingegen ein Union-Spieler.
Emre Can erlebt gegen Union Berlin einen aufregenden Abend. Niko Kovac muss seinen verwarnten Kapitän vorzeitig vom Feld nehmen.

Aufregung um Emre Can: Der BVB-Kapitän fand sich beim 3:0-Erfolg gegen Union Berlin inmitten einer Rudelbildung wieder, zog viel Ärger der Berliner Anhänger auf sich und musste später von Trainer Niko Kovac frühzeitig ausgewechselt werden.

Auch nach dem Spiel hatte sich der Trubel noch nicht ganz gelegt.

BVB-Kapitän Can ehrlich: „Habe die Gelbe verdient“

Doch was war passiert? Nach etwa einer Stunde reagierte Can nach einem Foul an einem Mitspieler etwas über, wollte den Ball erst nicht abgeben und schubste dann auch noch Gegenspieler Jannik Haberer zu Boden. Schiedsrichter Robert Hartmann verwarnte den 32-Jährigen daraufhin.

Can sagte zur Situation nach dem Spiel bei Sky: „Er (Haberer, d. Red.) sagt noch was, nichts Schlimmes. Das passiert im Fußball, das sind Emotionen. Sollte nicht passieren, aber das kommt einfach hoch."

„Ich habe die Gelbe verdient in der Situation, aber ich würde mir wünschen, dass er auch den anderen die Gelbe zeigen würde“, führte er aus und kritisierte Schiri Hartmann: „Ich fand es heute ein bisschen, wenn ich ehrlich sein darf - ich will nicht zu viel über den Schiedsrichter reden - bei allem Respekt, es war zu einseitig.“

Nach der Rudelbildung lag Can gleich zweimal auf dem Boden, diskutierte nach einem Foul an ihm aufgeregt mit Hartmann. Die Union-Anhänger schossen sich anschließend voll auf den BVB-Star ein, es kam teilweise zu harten Beleidigungen.

BVB: Kovac erklärt Can-Auswechslung

In der 69. Minute reagierte Kovac und brachte Aaron Anselmino für seinen Kapitän in die Partie – ganz zum Unverständnis von Can.

„Ich musste ihn runternehmen, weil schon Gefahr bestand, dass wir mit einem Mann weniger spielen, und das hätte ich mir nicht erlaubt“, erklärte Kovac die Auswechslung.

Auch nach dem Spiel hatten sich die Gemüter noch nicht ganz beruhigt: Das Social-Media-Team von Union erlaubte sich noch eine Spitze in Richtung Can.

Als Antwort auf einen ebenfalls etwas aufreizenden Post des BVB bei X - einem Sieger-Selfie von Nico Schlotterbeck, Maxi Beier und Can mit der Überschrift „Deine Gäste zum 60. Geburtstag stehen vor der Tür (Anspielung auf Unions Klub-Jubiläum, d. Red.)“ - reagierte Union mit einer provokanten Antwort: In einem Antwortbeitrag schnitt man Can aus dem Bild heraus und schrieb: „Nur für geladene Gäste“. Beide Klubs milderten ihre Beiträge mit einem freundlichen Smiley ab.

Wenn du hier klickst, siehst du X-Inhalte und willigst ein, dass deine Daten zu den in der Datenschutzerklärung von X dargestellten Zwecken verarbeitet werden. SPORT1 hat keinen Einfluss auf diese Datenverarbeitung. Du hast auch die Möglichkeit alle Social Widgets zu aktivieren. Hinweise zum Widerruf findest du hier.
IMMER AKZEPTIEREN
EINMAL AKZEPTIEREN

Union-Spieler fand Ruf gegen Can „nicht geil“

Union-Coach Steffen Baumgart wollte auf der PK derweil kein Öl ins Feuer gießen: Er betrachtete den Fall als „erledigt“ und mochte die Reaktionen der Fans nicht kommentieren: „Wenn ich jetzt noch auf alles reagiere, was von der Tribüne kommt: Das lassen wir!“ BVB-Coach Kovac berief sich derweil darauf, die strittigen Szenen nicht gut gesehen zu haben.

Kritik an den eigenen Fans äußerte bei SPORT1 derweil Berlins Ilyas Ansah. „Die Rufe gegen Emre Can - das muss ich persönlich sagen - fand ich nicht geil“, erklärte der Stürmer, der die Stimmung im Stadion ansonsten lobend erwähnte.

Früh im Spiel hatte Can mit einem verwandelten Foulelfmeter zum 1:0 den Weg zum Sieg geebnet. Der BVB hat mit dem Sieg nur noch acht Punkte Rückstand auf den FC Bayern.

Auch Interesse an der NFL? NEU: Die NFL-Highlights im Video bei SPORT1