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Die Folgen des überraschenden BVB-Abgangs

Die Folgen des Anselmino-Abgangs

Aaron Anselmino verlässt Borussia Dortmund und kehrt vorzeitig zum FC Chelsea zurück. Der BVB bedauert den Abgang sehr, sieht aber keinen zwingenden Handlungsbedarf. Für einen Youngster hat dieser Abgang aber dennoch Folgen.
Borussia Dortmund muss den überraschenden Abgang von Aaron Anselmino verkraften, der zum FC Chelsea zurückkehrt. SPORT1-Reporter Manfred Sedlbauer berichtet, wie der BVB auf den plötzlichen Abgang reagiert.
Aaron Anselmino verlässt Borussia Dortmund und kehrt vorzeitig zum FC Chelsea zurück. Der BVB bedauert den Abgang sehr, sieht aber keinen zwingenden Handlungsbedarf. Für einen Youngster hat dieser Abgang aber dennoch Folgen.

Für den BVB war und ist sein Abgang ein großer Schock. Der FC Chelsea macht von einer Rückholoption Gebrauch und holt Aaron Anselmino vorzeitig zurück nach London – und erwischt Borussia Dortmund damit kalt.

Eigentlich waren sie beim BVB davon ausgegangen, dass Anselmino mindestens bis zum Sommer beim BVB bleiben würde. Die Bosse und auch Trainer Niko Kovac hielten große Stücke auf ihn. Die Verantwortlichen liebäugelten sogar damit, ihn über die Saison hinaus im Verein halten zu können. Doch seine Leistungen waren auch dem FC Chelsea nicht verborgen geblieben.

Immer, wenn der 20-Jährige für den BVB auflief, wusste er zu überzeugen. In wettbewerbsübergreifend zehn Spielen stand der Argentinier auf dem Platz und steuerte ein Tor sowie eine Vorlage bei. Muskelverletzungen hinderten ihn allerdings an weiterer Spielzeit - nun ist das Kapitel BVB unvermutet beendet.

BVB verliert Anselmino - Folgen auf dem Transfermarkt?

Noch bis zum kommenden Montag bleibt den Verantwortlichen Zeit, im laufenden Winter-Transferfenster aktiv zu werden. Dringenden Handlungsbedarf sehen die Dortmunder jedoch nicht. Mit Nico Schlotterbeck, Waldemar Anton, Emre Can, Niklas Süle, Ramy Bensebaini und Youngster Filippo Mané hat Trainer Niko Kovac weiterhin genügend Optionen für die Besetzung seiner bevorzugten Dreierkette.

Eigentlich war geplant, Mané aufgrund seiner geringen Spielzeit (177 Profi-Minuten) im Winter zu verleihen. Diesen Plan haben die Dortmunder nun jedoch nahezu verworfen.

In das Thema Mané dürfte wohl nur noch dann Bewegung kommen, wenn sich für den BVB kurzfristig noch die Möglichkeit ergeben sollte, einen Innenverteidiger zu verpflichten. Sollte es dazu kommen, soll dies allerdings keine Übergangslösung wie bei Anselmino sein, sondern ein Spieler mit klarer Perspektive für die Zukunft.

Kluft zwischen Premier League und Bundesliga wächst

Bitter für den BVB ist der Abgang auch deshalb, weil man weder Macht noch Mittel hatte, einen jungen Spieler, der beim FC Chelsea zuvor nur Reservist war, langfristig in den eigenen Reihen zu halten.

Anselmino kam bei den Londonern in der vergangenen Saison gerade einmal auf zwei (!) Profi-Einsatzminuten – bei der Klub-WM wurde er im Achtelfinale in der Schlussphase eingewechselt.

Der Abgang zeigt einmal mehr die wachsende Kluft zwischen den Vereinen der Premier League und der Bundesliga. Die einen schaffen Fakten - den anderen bleibt nur, die vollendeten Tatsachen zu akzeptieren.

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