Sportvorstand Markus Krösche war mächtig angefressen und ging hart mit seiner Mannschaft ins Gericht. Das Resultat sei „total nervig“, schimpfte der Sportchef nach dem 2:3 von Eintracht Frankfurt beim VfB Stuttgart.
Eintracht-Boss poltert: "Lernst du in der C-Jugend"
Krösche knöpft sich eigenes Team vor
Für besonders großen Ärger sorgte einmal mehr die mangelhafte Defensivarbeit. „Wir kassieren die Tore zu einfach. Nach dem 1:1 haben wir die Struktur verloren und waren vogelwild. Jeder lange Ball hat für Gefahr gesorgt, wir hatten keine Tiefensicherung“, monierte der 45-Jährige.
Eintracht Frankfurt: Was Krösche so sauer macht
Sein Hauptkritikpunkt: Anstatt nach dem Ausgleich über einen „kompakten Verbund“ zurück in die Partie zu finden, sei die Mannschaft „zu wild“ und „zu weit auseinander“ gewesen.
„Wir lassen die Torchancen zu einfach zu. Wenn du keinen Druck auf den Ball ausübst – das lernst du grundsätzlich auch in der C-Jugend –, dann heißt das, erst einmal die Tiefe zu sichern“, wurde Krösche deutlich. „Das haben wir in den Situationen nicht getan, da sind wir zu großes Risiko gegangen, auf einer Höhe zu stehen.“
Defensive ein Dauerproblem bei der SGE
Nach den ersten 17 Ligaspielen der Saison haben die Hessen bereits 36 Gegentore kassiert, wettbewerbsübergreifend sind es sogar 53 – eine erschreckende Zwischenbilanz.
In Stuttgart ging die SGE durch Rasmus Kristensen früh in Führung (5.), dann glich Ermedin Demirović aus (27.). Nach dem Stuttgarter 2:1 durch Deniz Undav (35.) gelang Ayoube Amaimouni-Echghouyab noch das 2:2 (80.) – doch die Freude darüber währte nicht lange: Kurz vor Schluss fiel das 3:2 des VfB durch Nikolas Nartey (87.).
„Das sind alles Nationalspieler“
Laut Krösche sei der Auftritt bei den Schwaben „ein Spiegelbild der Hinrunde“ gewesen. „Wir müssen schauen, dass wir eine gewisse Kompaktheit hinbekommen, gegen den Ball als Mannschaft viel besser agieren und gewisse Prinzipien auch einfach einhalten“, forderte er.
Über die hohe Anzahl an leichten Patzern in der Abwehr zeigte Krösche sich irritiert: „Das sind alles Nationalspieler! Wir müssen die Torverteidigung im Kopf haben und dürfen nicht zu offensiv denken.“
Eintracht: Krösche hält an Toppmöller fest
An Dino Toppmöller zweifelt der Sportchef indes nicht. Krösche glaubt nach wie vor daran, dass der Trainer der Frankfurter die teils haarsträubenden Defensivmängel seiner Mannschaft doch noch in den Griff bekommt.
Dabei ist er der Überzeugung, dass die einzige Lösung darin besteht, „zu trainieren“ und „zu arbeiten“.