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Eintracht Frankfurt: Scharfe Kritik an Krösche

Scharfe Kritik an Krösche

Nach der Freistellung von Trainer Dino Toppmöller wird Eintracht Frankfurts Sportvorstand Markus Krösche im SPORT1-Doppelpass scharf kritisiert. Dabei wird vor allem auf seine Kaderzusammenstellung verwiesen.
Eintracht Frankfurt trennt sich von Trainer Dino Toppmöller. Im SPORT1 Doppelpass kritisiert die Transferpolitik von Sportvorstand Markus Krösche.
Nach der Freistellung von Trainer Dino Toppmöller wird Eintracht Frankfurts Sportvorstand Markus Krösche im SPORT1-Doppelpass scharf kritisiert. Dabei wird vor allem auf seine Kaderzusammenstellung verwiesen.

Kritik an Markus Krösche! Nach der Freistellung von Trainer Dino Toppmöller bei Eintracht Frankfurt wurde dem Sportvorstand im Doppelpass auf SPORT1 eine Mitschuld an dem schlechten Abschneiden der Hessen attestiert.

„Was die Zusammenstellung des Kaders angeht, ist nicht alles gut gelaufen, auch wenn sie das in Frankfurt nicht gerne hören“, erklärte SPORT1-Experte Alfred Draxler.

Krösche erwirtschaftet viel Ablöse

Er fügte hinzu: „Markus Krösche hat in Frankfurt einen Heiligen-Status. Er hat zwar sehr gut gekauft und verkauft, aber das waren fast alles Stürmer. In der Abwehr haben sie nichts Großes gemacht.“

Damit verwies Draxler auf Spieler wie Randal Kolo Muani, Omar Marmoush und Hugo Ekitiké. Alle Stürmer kamen für wenig oder gar keine Ablöse zur Eintracht und wurden für viel Geld verkauft.

Krösche gelang es, die namenhaften Abgänge häufig adäquat zu ersetzen - doch zum Leidtragen der Defensive, wie man in dieser Saison merkt.

Trotz des siebten Platzes in der Tabelle stellt die Eintracht zusammen mit dem 1. FC Heidenheim die schlechteste Abwehr der Bundesliga. Die Frankfurter kassierten in 18 Partien bereits 39 Gegentore.

Frankfurt hat „unfassbar viele Baustellen“

„Sie haben unfassbar viele Baustellen“, legte SPORT1-Experte Stefan Effenberg den Finger in die Wunde. Seiner Meinung nach würde der eigentliche Abwehrchef Robin Koch oft wackeln und unter seinen Möglichkeiten spielen. Zudem seien Mahmoud Dahoud und Ellyes Skhiri „keine gute Doppelsechs“.

Darüber hinaus haderte Effenberg: „Auf der Torwartposition ist auch keine Kontinuität: Kaua Santos soll anfangen, dann spielt Michael Zetterer und jetzt wieder Santos. Es gibt so viele Baustellen. So kannst du keine Spiele gewinnen, das ist Fakt.“

Im vergangenen Sommer ließ die Eintracht ihren langjährigen Stammkeeper Kevin Trapp ziehen. „Wenn ich einen Trapp hatte und er geht nach Paris, dann ich bin als Verantwortlicher überzeugt, dass Santos reicht. Dann wird noch Zetterer geholt und du merkst, dass es nicht reicht“, fasste der 57-Jährige zusammen.

Krösche wird hinterfragt

Der ehemalige SGE-Trainer Armin Veh sagte deutlich, dass Krösche in der Vergangenheit ständig gelobt wurde, aber „dann kannst du auch mal sagen, wenn was schlecht gemacht wurde“.

Veh führte weiter aus: „Der Kader wurde im Sommer nicht gut zusammengestellt, das muss man dann auch sagen. Wir haben ihn jahrelang zu Recht gelobt, aber wenn er keine guten Transfers macht, muss man sagen, dass er es falsch gemacht hat.“

In die gleich Kerbe schlug auch Effenberg: „Du siehst bei der Organisation von den Führungsspielern, dass sie es nicht können.“

Deshalb müssen man auch „die Einkaufspolitik hinterfragen und nicht nur mit dem Finger auf andere zeigen“.

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