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El Mala? Eberl verrät mehr als geplant

El Mala? Eberl geht ins Detail

Kölns Shootingstar Said El Mala erwischt gegen Bayern keinen Sahnetag. Dennoch schwärmt Max Eberl vom 19-Jährigen – und glänzt mit erstaunlich detailliertem Wissen über den Youngster.
Nach der Rekord-Hinrunde ist die Stimmung beim FC Bayern gut. Selbst von Vincent Kompany gibt es eher seltene Gratulationen.
Kölns Shootingstar Said El Mala erwischt gegen Bayern keinen Sahnetag. Dennoch schwärmt Max Eberl vom 19-Jährigen – und glänzt mit erstaunlich detailliertem Wissen über den Youngster.

Bestens gelaunt machte Max Eberl am Mittwochabend im RheinEnergieSTADION einen Abstecher in die Mixed Zone. Die Reporter warteten dort bereits auf einen bayerischen Gesprächspartner – kein Wunder. Die Münchner hatten mit dem Hinrunden-Rekord die nächste Bestmarke aufgestellt und grüßen nach 17 Bundesliga-Spieltagen mit satten elf Punkten Vorsprung von der Spitze.

Doch bei einer Nachfrage musste sich der 52-Jährige dann doch besonders erklären – und zwar zum umworbenen Said El Mala. Ist der Kölner Youngster womöglich mehr als nur ein Gedankenspiel für den Rekordmeister?

El Mala einer für die Bayern?

El Mala zählt zu den aufstrebenden Gesichtern dieser Bundesliga-Saison. In 17 Ligaspielen traf er bereits siebenmal und bereitete drei weitere Treffer vor. Im November durfte er sogar bei Bundestrainer Julian Nagelsmann vorspielen.

Kein Wunder also, dass auch der FC Bayern ganz genau hinschaut. Als Eberl im Bauch des Kölner Stadions auf den Shootingstar angesprochen wurde, nahm das Gespräch schnell Fahrt auf.

Die Frage lautete, ob El Mala in Köln gut aufgehoben sei. Eberl gab sich zunächst betont sachlich: „Da müsst ihr die Kölner Kollegen fragen, was sie von ihm halten. Er ist beim FC unter Vertrag.“

Dann folgte jedoch ein Nachsatz mit einem Lächeln: „Ich glaube, Kölner Junge, der auch mal in der Gladbacher Jugend gespielt hat, wenn ich das richtig verstanden habe.“

Eberl glänzt mit Wissen zu El Mala

Kurz wirkte es, als sei sich Eberl selbst nicht ganz sicher. Doch als ein Kölner Reporter einwarf, El Mala komme aus der „Krefelder Jugend“, schaltet der Bayern-Boss umgehend in den Korrekturmodus.

„Aber auch in der Gladbacher Jugend“, entgegnete Eberl nun plötzlich sehr überzeugt. Der Reporter ruderte zurück, räumte ein, El Mala lediglich mit Krefeld in Verbindung gebracht zu haben, da er dort geboren wurde.

„Ah, das weiß ich jetzt wieder nicht“, sagte Eberl – nur um unmittelbar danach noch tiefer ins Detail zu gehen, als es seine anfängliche Zurückhaltung vermuten ließ: „Aber Gladbacher Jugend und Meerbusch, glaube ich, und dann über Viktoria beim FC gelandet.“

„Jetzt denkt ihr, ich kenne ihn gut“

Als ihm selbst auffiel, wie präzise seine Ausführungen gerieten, zog Eberl lachend die Notbremse: „Scheiße, jetzt denkt ihr, ich kenne ihn gut.“ Die Folge war Gelächter in der Mixed Zone.

Am Ende blieb ein klares Fazit des Bayern-Sportchefs: „Toller Junge, macht Spaß ihn Fußballspielen zu sehen.“

Der Eindruck verfestigt sich: Max Eberl kennt das Kölner Juwel offenbar sehr genau. Überraschend ist das nicht – schließlich gehört es zu seinem Job, aufstrebende Talente im Blick zu haben.

Auffällig bleibt jedoch, dass er zunächst den Eindruck erwecken wollte, El Mala nur am Rande zu kennen. Die Mixed Zone erzählte am Ende eine andere Geschichte.