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FC Bayern bricht Guardiolas Hinrunden-Rekord: Das sagen Kompany und Eberl

Bayern-Rekord perfekt!

Der FC Bayern holt einen hart umkämpften Sieg beim 1. FC Köln. Die Mannschaft von Vincent Kompany stellt dabei einen Bundesliga-Rekord auf.
Mit Blick auf die bisherigen Leistungen von Michael Olise und Luiz Diaz spricht FCB-Trainer Vincent Kompany über den Vergleich mit Arjen Robben und Franck Ribery.
Der FC Bayern holt einen hart umkämpften Sieg beim 1. FC Köln. Die Mannschaft von Vincent Kompany stellt dabei einen Bundesliga-Rekord auf.

Der FC Bayern kann auch Arbeitssieg! Zum Abschluss der erfolgreichsten Hinrunde in der Bundesliga jemals gewann der deutsche Rekordmeister beim 1. FC Köln mit 3:1 (1:1).

Durch den Sieg stellten die Bayern eine Bestmarke auf: Es war die beste Hinrunde der Liga-Geschichte. Pep Guardiola erreichte mit den Münchnern in der Saison 2013/14 ebenfalls 47 Punkte, hatte aber das schlechtere Torverhältnis (Guardiola: 44:9, Kompany: 66:13).

„Gerade eben hat uns der Trainer auch erzählt, dass wir einen neuen Rekord haben“, sagte ein zufriedener Serge Gnabry bei RTL: „Es fühlt sich natürlich umso besser an. Ein ganz wichtiger Sieg heute, bei einem schwierigen Gegner.“

FC Bayern: Auf die Gala folgt ein hart erkämpfter Sieg

Am Sonntag hatte die Mannschaft von Vincent Kompany noch mit 8:1 gegen den VfL Wolfsburg gewonnen. Gegen Köln tat sich Bayerns Starensemble am Mittwochabend deutlich schwerer, landete aber dennoch den 15. Bundesliga-Sieg im 17. Spiel.

„Ich habe den Jungs zwar ein bisschen gratuliert, aber das ist morgen schon vorbei und überhaupt keine Priorität für mich, dass wir jetzt den Rekord haben“, sagte Kompany nach Abpfiff bei DAZN: „Wir sind mitten in der Saison und haben keine Titel.“

Der Belgier merkte an, dass es „schwierig“ sei, bei einem Verein wie den Bayern Rekorde zu erreichen, „weil einfach alles top, top, top ist. Sogar den Rekord im Ball hochhalten würde ich in der Hosentasche mitnehmen. Das ist alles etwas wert.“

Eberl: „Der Rekord spricht für sich“

Sportvorstand Max Eberl meinte in der Mixed Zone: „Der Rekord spricht, glaube ich, für sich. Wir hatten noch nie so viele Tore, noch nie so viele Punkte.“

Der Bayern-Boss ergänzte auf SPORT1-Nachfrage: „Wir geben schon etwas auf Rekorde. Bei Bayern München Rekorde zu erzielen heißt, du musst etwas außergewöhnliches leisten.“ Man werde „nicht viel anstoßen“, schließlich fliegt die Mannschaft am Donnerstag wieder zurück: „Wir dürfen den Flieger nicht verpassen.“

Linton Maina brachte die Kölner nach einem blitzschnell ausgespielten Konter in Führung (41.). Manuel Neuer war zwar noch mit der Hand am Ball dran, fälschte aber unglücklich ins eigene Tor ab. Es war Mainas erstes Erstliga-Tor seit dem 4. November 2023 (1:1 gegen Augsburg).

Gnabrys Traumtor sorgt für Begeisterung

Gnabry stellte mit einem Traumtor noch vor dem Pausenpfiff auf 1:1 (45.+5). Mit einem geschickten Aufsetzer spitzelte er den Ball über Köln-Torwart Marvin Schwäbe hinweg, streifte dabei noch die Unterkante der Latte.

„Ein Weltklasse-Tor! Das wollte er hundertprozentig so. Alles andere hätte nicht funktioniert. Nur das war die Möglichkeit“, sagte Sky-Experte Lothar Matthäus zu Gnabrys fünftem Saisontor.

Karl sticht als Joker

DAZN-Experte Tobias Schweinsteiger sprach von einem „Mesut-Özil-Gedächtnis-Patscher. Wahnsinn, das ist unbeschreiblich gut.“

Minjae Kim köpfte die Bayern in der 71. Minute nach Vorlage von Hiroki Ito erstmals in Führung. Der eingewechselte Lennart Karl machte in der Schlussphase schließlich den Deckel drauf (84.).

Ob Karl von Bundestrainer Julian Nagelsmann für die WM berücksichtigt werden muss? „Zu 100 Prozent. Den musst du mitnehmen“, wurde Rekordnationalspieler Matthäus deutlich.

Lange Unterbrechung in Köln

Unmittelbar nach Anpfiff war es in Köln wegen einer dichten Rauchwand zu einer knapp zehnminütigen Unterbrechung gekommen. Eine Choreografie samt Pyroshow im Kölner Fanblock sorgte für enorme Sichteinschränkungen im RheinEnergieStadion. So gab es in der ersten Halbzeit elf Minuten Nachspielzeit.

Borussia Dortmund hat als erster Verfolger bereits elf Punkte Rückstand auf die Bayern. Der FC Köln belegt mit 17 Punkten Platz zwölf. Die Mannschaft von Lukas Kwasniok wartet seit acht Spielen auf einen Sieg, schlug sich am Mittwochabend aber achtbar.