Klare Meinung von Matthias Sammer: Der Europameister von 1996 wurde im Gespräch mit der Sport Bild darauf angesprochen, wie er die Entwicklung von Max Eberl als Sportvorstand beim FC Bayern beurteile.
FC Bayern: Eberl? „Das war unangenehm für Max“
Eberl? „Das war unangenehm für Max“
Sammer war selbst zwischen 2012 und 2016 vier Jahre in dieser Position aktiv und hat mit Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß zusammengearbeitet.
Hoeneß? „Die höchste Form an Professionalität“
Und eben jener Hoeneß hatte Eberl öffentlich kritisiert: „Die Aussagen von Uli Hoeneß waren unangenehm für Max, für die Leute draußen vielleicht sogar drüber. Aber: Bayern München ist Ulis Kind. Er beschützt sein Kind“, meinte Sammer.
Er fügte hinzu: „Das geht so weit, dass es manchmal auch zulasten von Menschen oder Mitarbeitern geht. Das kann man kritisch sehen, ist aber auch die höchste Form der Professionalität.“
Der 58-Jährige lobte Eberl dafür, dass er immer ruhig geblieben sei: „Er hat es selbst gesagt: Bayern München ist großartig, aber nicht immer einfach. Die Erwartungshaltungen steigen in den Himmel, im Prozess der Eingewöhnung kann es Differenzen geben.“
Aber zugleich verwies Sammer darauf, dass nahezu alle Personalentscheidungen beim derzeit so erfolgreichen Rekordmeister Eberls Handschrift tragen würden.
Das hat sich Sammer von Hoeneß abgeguckt
Sammer beschrieb Hoeneß, Rummenigge und den aktuellen Vorstandvorsitzenden Jan-Christian Dreesen als „starke Kräfte, die dort wirken“ und Eberl „muss das halt manchmal aushalten“.
Seiner Meinung nach wäre die einzige Lösung, sich komplett auf den Erfolg zu konzentrieren und das habe Eberl getan: „Das hat Max fantastisch gemacht, gemeinsam mit Christoph Freund und Vincent Kompany.“
Zugleich fügte Sammer aber hinzu: „Max hat nur ein Problem: Bei Bayern München ist Fußball Tagesarbeit. Du musst immer liefern, jeden Tag. Aber diese Stürme so überstanden zu haben und die Arbeit stabilisiert zu haben, ist eine große Leistung von Max.“
Sammer selbst ist derzeit als Berater bei Borussia Dortmund tätig und verriet, dass seine Aufgabe es sei, dem Klub zu dienen und ihn besser zu machen.
„Das habe ich von Uli Hoeneß gehört, gelernt und wahrgenommen. Streitbar, auch mal nicht für alle gleich zu verstehen – aber alles immer für den Klub, nichts für sich. Ich will einfach nur gewinnen. Genauso wie der BVB. Wenn ich Raum zur Verbesserung sehe, benenne ich", so der Europameister von 1996.