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FC Bayern: Kompany bewertet Karl-Wirbel - "Dann hat er ein Problem mit mir"

Karl-Wirbel: Was Kompany wichtig ist

Die Schwärmereien von Lennart Karl für Real Madrid sorgen bei den Bayern-Fans für Diskussionen. Doch wie bewertet eigentlich Vincent Kompany die Angelegenheit? Bei der PK macht der Bayern-Coach klar, was ihm wichtig ist.
Lennart Karl hat mit einer Aussage über seinen Traumverein Real Madrid für Wirbel gesorgt. Vincent Kompany stärkt dem Youngster den Rücken.
Die Schwärmereien von Lennart Karl für Real Madrid sorgen bei den Bayern-Fans für Diskussionen. Doch wie bewertet eigentlich Vincent Kompany die Angelegenheit? Bei der PK macht der Bayern-Coach klar, was ihm wichtig ist.

Lennart Karl musste am eigenen Leib erfahren, wie knallhart das Fußball-Business ist und dass eine unglückliche Aktion ausreicht, um heftigen Gegenwind abzubekommen. Nicht wenige Bayern-Fans haben die Aussage des Youngsters, wonach es sein Traum sei, eines Tages für Real Madrid zu spielen, ziemlich negativ aufgenommen.

Vincent Kompany misst den Diskussionen um den 17-Jährigen aber keine allzu große Bedeutung zu. „Ich versuche es, ein bisschen aus der Distanz zu beobachten. Jeder muss mal durch einen Sturm gehen. Dann ist es wichtig, das Gesamtbild zu sehen“, erklärte der Bayern-Coach auf der Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Spiel gegen den VfL Wolfsburg (Sonntag, ab 17.30 Uhr im LIVETICKER).

Dieses bewertet Kompany weiterhin sehr positiv. „Lennart trainiert jeden Tag sehr hart. Er arbeitet für die Mannschaft, auch defensiv. Er liefert jeden Tag, auch in den Meetings“, lobte er die Einstellung des Shootingstars. Sein Standing im Bayern-Team kommt schließlich auch nicht von ungefähr. „Er hat so viel gemacht, um sich die Minuten in den Spielen zu verdienen“, rief er in Erinnerung.

Kompany nicht sauer auf Karl: „Hat vielleicht einen kleinen kommunikativen Fehler gemacht“

Die Real-Aussagen fallen für den Bayern-Coach folgerichtig nicht wirklich ins Gewicht. „Er hat vielleicht einen kleinen kommunikativen Fehler gemacht“, gab Kompany zu, der jedoch prompt eine positive Reaktion in den letzten Einheiten feststellen konnte. „Er konzentriert sich auf die wichtigen Dinge, er hatte eine gute Trainingswoche“, machte er deutlich.

Kompany rechnet es seinem Schützling zudem hoch an, dass er mit den Bayern-Verantwortlichen über die Thematik gesprochen und vermutlich auch seine Lehren gezogen hat. „Er hat mit Christoph und Max gesprochen und sich entschuldigt, auch das gefällt mir sehr gut“, lobte er die Kommunikation von Karl.

Für Kompany zählt hingegen, was der Junior auf dem Trainingsplatz und in den Spielen an Leistung und Engagement an den Tag legt. „Ich versuche der Einzige zu sein, der nicht mit ihm darüber spricht. Wenn er mal nicht 100 Prozent gibt, dann hat er ein Problem mit mir“, verdeutlichte er seinen Punkt. Karl habe aber „sehr gut trainiert und sehr gut gespielt“.

Freund schützt Karl: „Hat sich am nächsten Tag entschuldigt“

Man darf davon ausgehen, dass das Thema für die Bayern-Verantwortlichen und auch für Karl selbst inzwischen abgehakt ist. Dies hatte vor Kompany bereits Sportdirektor Christoph Freund klargestellt.

„Ihm war sofort bewusst, dass das unglücklich war. Er hat sich am nächsten Tag entschuldigt, und wir haben darüber gesprochen. Er sagte: ‚Das habe ich überhaupt nicht so gemeint‘. Er fühlt sich bei FC Bayern extrem wohl. Er genießt diese Zeit richtig“, führte der Österreicher bei Servus TV aus.

Karl hatte beim Besuch des Bayern-Fanclubs „Burgsinn 1980“ mit einer Real-Schwärmerei einige wütende Social-Media-Reaktionen hervorgerufen. „Der FC Bayern ist ein sehr großer Verein. Es ist ein Traum, dort zu spielen. Aber irgendwann will ich auf jeden Fall zu Real Madrid. Das ist mein Traumverein“, lautete die Aussage von Karl.