Der FC Bayern München entging beim Gastspiel gegen den 1. FC Köln (im LIVETICKER) nur knapp einem Pausenrückstand. Linton Maina hatte den FC in der 41. Minute in Führung gebracht - jedoch nicht ohne etwas Mithilfe von Manuel Neuer.
FC Bayern: Patzer gegen Köln? Neuer verzichtet auf Selbstkritik
Patzer? Neuer meldet sich zu Wort
Serge Gnabry verlor den Ball am gegnerischen Strafraum und leitete unfreiwillig einen Konter ein, bei dem Maina aus der eigenen Hälfte durchmarschierte und aus knapp 16 Metern zentraler Position zum Abschluss kam.
Neuer erklärt Gegentreffer
Obwohl der Ball nicht besonders zielgenau auf den Kasten rauschte, machte der 39 Jahre alte Neuer - der allerdings auch einige gute Paraden zeigte - keine gute Figur und konnte den allerdings auch sehr satt getroffenen Schuss nur noch ins eigene Tor ablenken. Der Torhüter, dessen Vertrag am Ende der Saison ausläuft, blieb anschließend einige Sekunden auf dem Boden liegen und wirkte sichtlich enttäuscht.
„Es war sehr zentral, er kann überall hinschießen”, sagte Neuer auf Nachfrage von SPORT1: „Es ist eine Zwei-gegen-drei-Situation. Jona (Jonathan Tah, Anm.) versucht sein Allerbestes zu machen, ich versuche mein Bestes zu machen, das ist ja klar, und dann stehts halt 1:0 für den FC.“
Auf Selbstkritik verzichtete Neuer, Lothar Matthäus sprach allerdings von einem durchaus haltbaren Schuss. „Manuel Neuer nehme ich da auch nicht aus der Verlosung heraus“, sagte der TV-Experte Lothar und meinte weiter: „Dieser Schuss wäre haltbar gewesen. Das ist es, was der FC Köln sich vorgenommen hat. Hier haben sie durchgezogen.“
Wie Özil: „Weltklasse-Tor” von Gnabry
Gnabry, der durch seinen Ballverlust ebenfalls zum Tor beigetragen hatte, sorgte in der fünften Minute der Nachspielzeit aber noch für einen genialen Moment. Der Nationalspieler schoss den Ball aus spitzem Winkel absichtlich auf den Boden und sorgte so dafür, dass er über Torhüter Marvin Schwäbe zum 1:1-Ausgleich im Netz landete.
„Das wollte er hundertprozentig so. Alles andere hätte nicht funktioniert“, feierte Matthäus, während auch von einem „Weltklasse-Tor“ die Rede war. „Gottseidank gibt es Zeitlupen“, schloss sich Kommentator Wolff-Christoph Fuss an.
Bei DAZN schloss sich auch Experte Tobias Schweinsteiger den Lobeshymnen an und schwärmte: „Dieser Mesut-Özil-Gedächtnis-Pätscher. Wahnsinn, das ist unbeschreiblich gut.“