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FC Bayern: Kimmich lässt nach Niederlage aufhorchen - Kompany sieht's anders

Was Kimmich anders als Kompany sieht

Der FC Bayern kassiert gegen den FC Augsburg seine erste Saisonpleite in der Bundesliga. Während Joshua Kimmich im Anschluss Klartext spricht, hat Trainer Vincent Kompany eine andere Meinung.
Vor dem Spiel gegen den FC Augsburg kommt es auf der Bayern-Pressekonferenz zu einer kuriosen Szene. Zwei Reporter geraten scherzhaft aneinander, während Trainer Vincent Kompany die Situation lachend kommentiert.
Der FC Bayern kassiert gegen den FC Augsburg seine erste Saisonpleite in der Bundesliga. Während Joshua Kimmich im Anschluss Klartext spricht, hat Trainer Vincent Kompany eine andere Meinung.

Sie können in der Bundesliga also doch noch verlieren! Nach 322 Tagen und 27 ungeschlagenen Partien musste sich der FC Bayern dem FC Augsburg nach einer vor allem im zweiten Durchgang uninspirierten Vorstellung zu Hause mit 1:2 geschlagen geben.

Das Bemerkenswerte dabei: Der Sieg der Augsburger war alles andere als unverdient. Während die Gäste nach dem 0:1-Pausenrückstand durch einen Kopfballtreffer von Hiroki Ito (23.) immer mutiger wurden, war vom souveränen Tabellenführer nach dem Pausentee nicht mehr viel zu sehen.

Was gefehlt habe? „Schon ein bisschen der Hunger“, sagte Joshua Kimmich, der nach gut einer Stunde eingewechselt worden war – eine bemerkenswerte Analyse des Bayern-Stars.

Kompany anderer Meinung als Kimmich

Doch diesen Erklärungsansatz wollte Kimmichs Trainer Vincent Kompany bei Sky so nicht stehen lassen: „Vielleicht hat er das gesagt, aber der Hunger ist von unserer Seite immer da. Nur die Leistung ist manchmal nicht da“, betonte der Belgier, der seine Spieler zugleich in Schutz nahm.

So stecke das Team in einer „Phase, in der wir fünf Spiele machen in 13 Tagen. Wenn dann mal was passiert, ist es häufig in diesen Phasen. Wir haben es versucht, aber wir haben nicht mehr die Energie gebracht und Augsburg die Chance gegeben, gefährlich zu sein.“

In der Schlussphase hatten die Augsburger den Druck stetig erhöht und das Spiel schließlich durch zwei Treffer zu den eigenen Gunsten gedreht. Arthur Chaves (75.) und Han-Noah Massengo (81.) trafen für die Gäste.

Kimmich verweist auf andere Bayern-Spiele

„Vor allem zu Hause hatten wir jetzt ein paar Spiele wie gegen Mainz oder Pauli, heute dann wieder, die eng wurden, die nicht eng sein müssten, aber wo wir es nicht geschafft haben, die souveräner zu gestalten“, erklärte der zuletzt angeschlagene Kimmich.

Während gegen St. Pauli Ende November in der Nachspielzeit noch ein 3:1-Sieg herausgeschossen worden war, reichte es gegen Mainz Mitte Dezember nach einem späten Tor von Harry Kane gerade noch zu einem 2:2-Remis. Gegen Augsburg ging der Schuss nun komplett nach hinten los.

Welche Reaktion zeigt Bayern?

„Wir müssen an unser Limit gehen – und das haben wir heute nicht getan“, ärgerte sich auch Sportvorstand Max Eberl.

Worin sich Kompany und Kimmich einig sind: Es muss eine Reaktion folgen.

„Es geht um die Reaktion auf dem Platz. Das ist keine Garantie, aber da wissen wir, was wir machen müssen“, sagte Kompany.

Und Kimmich schloss: „Das Entscheidende ist jetzt, wie wir darauf reagieren, und darauf freue ich mich.“

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