Trotz des Last-Minute-Ausgleichs von Ansgar Knauff zeigte sich Frankfurt-Trainer Dino Toppmöller nach dem 3:3 bei Werder Bremen völlig bedient.
Furioses Finale: Knauff rettet Frankfurt spät
Eintracht wieder vogelwild
„Du machst hier das 3:3, aber freuen kann sich keiner so richtig“, erklärte der 45-Jährige nach der Ende der Partie bei Sky: „Wir schießen drei Tore, das sollte reichen, ein Fußballspiel zu gewinnen.“
Doch weil die Eintracht mal wieder drei Gegentore kassierte reichte es wieder nicht für drei Punkte. „Wir bekommen die Gegentore zu einfach. So können wir da nicht verteidigen“, sagte Toppmöller.
Toppmöller analysiert: „Sehr schlecht verteidigt“
In einer ausführlichen Analyse zeigte er nach der Partie die Schwächen seiner Hintermannschaft gnadenlos auf und erklärte, wie die Gegentore zustande kamen. Zum zwischenzeitlichen 2:3 meinte er knallhart: „Das ist halt sehr schlecht verteidigt.“
„Das ist schwer zu akzeptieren”, meinte Toppmöller insgesamt, auch weil die SGE die Chance hatte zwischendurch auf 3:1 zu stellen. Doch am Ende reiche es nur für ein Unentschieden. Sowohl die Frankfurter als auch Werder warten damit weiter auf ein Erfolgserlebnis im Jahr 2026, bei beiden Klubs nahm zuletzt die Unruhe zu.
Werder-Trainer Horst Steffen konnte mit dem Ergebnis ebenfalls nicht zufrieden sein: „Wenn man den Spielverlauf sieht, darf man das gewinnen. Das hätten wir ziehen müssen heute und nicht noch das 3:3 kassieren dürfen“, ärgerte er sich bei Sky.
„Wir haben uns den Sieg verdient und nehmen ihn nicht. Das ist schade und müssen wir verdauen“, ergänzte er.
Bundesliga: Bremen dreht Partie und verpasst den Sieg
Die SGE ging zunächst zweimal in Führung. Die neue Sturmhoffnung Arnaud Kalimuendo erwischte die Werder-Defensive nach 50 Sekunden noch im Tiefschlaf und traf geschickt mit der Fußspitze zur frühen Führung. Es war der erste Treffer der Winter-Leihgabe von Nottingham Forest im Eintracht-Trikot.
Im zweiten Durchgang brachte Nnamdi Collins (56.) die Gäste zum zweiten Mal in Führung, nachdem die Bremer zwischendurch durch Justin Njinmah (29.) zurückgeschlagen hatten. Nach dem Ausgleich von Jens Stage (78.) folgte Jovan Milosevics (80.) großer Moment, ehe die Eintracht noch einmal eine Antwort hatte.
„Unfassbar. Es fühlt sich wie eine Niederlage an. Wie wir das Spiel aus der Hand geben, bitterer geht es glaube ich nicht“, erklärte ein enttäuschter Njinmah bei Sky.
Schreckmoment für Kristensen
Für einen Schreckmoment auf Frankfurter Seite sorgte Verteidiger Rasmus Kristensen. Der Däne musste nach rund 50 Minuten verletzt ausgewechselt werden. In der Anfangsphase hatte er den Schuh eines Gegenspielers ins Gesicht bekommen und sich eine blutige Nase eingehandelt.
Werder belohnte sich mit dem Punkt für seinen Kampf und wischte die Unruhe der vergangenen Tage mit Berichten über eine schlechte Stimmung in der Kabine beiseite. Champions-League-Teilnehmer Frankfurt um Coach Dino Toppmöller lässt weiter die spielerische Selbstverständlichkeit vermissen, die sich die Verantwortlichen erwarten. 39 Gegentore bedeuten den schlechtesten Wert der Liga.
-----
Mit Sport-Informations-Dienst (SID)