Der FC Bayern München hat einen fabelhaften Start ins Fußballjahr 2026 erwischt und den VfL Wolfsburg am Sonntagabend mit 8:1 abgeschossen.
"Riesen-Frechheit!" Ärger über Bayern-Tor
Arnold wütet nach Bayern-Tor
VfL-Trainer Daniel Bauer entschuldigte sich nach dem Spiel für das Auftreten seiner Mannschaft im zweiten Durchgang, Kapitän Maximilian Arnold sprach von einer „peinlichen“ Vorstellung. Abseits der eigenen Leistung, die den Wolfsburgern in der zweiten Halbzeit nicht gefiel, echauffierten sich die Niedersachsen über eine Szene, die dem zwischenzeitlichen 5:1 durch Raphael Guerreiro vorausging.
„Das 5:1 ist eine Riesen-Frechheit. Man kann nicht den Innenverteidiger zu sich holen und dann anpfeifen, sodass die Position nicht besetzt ist. Das ist eine Frechheit, muss ich ehrlicherweise sagen“, schimpfte Kapitän Arnold nach dem Spiel.
Kane profitiert von Schiedsrichter-Gespräch
Was war passiert? Nach einem Foulspiel von Wolfsburgs Lovro Majer an Tom Bischof unterbrach Schiedsrichter Florian Badstübner die Partie in der 67. Minute für einen kurzen Augenblick. Anschließend schaute er in die Richtung von VfL-Innenverteidiger Moritz Jenz und bat diesen, zum Unparteiischen zu kommen. Jenz hatte Sekunden vor Majers Foulspiel Bayern-Verteidiger Josip Stanisic abgeräumt und erhielt deswegen ermahnende Worte von Badstübner.
Nachdem beide Akteure auf Höhe der Mittellinie kurz miteinander geredet hatten, pfiff Badstübner das Spiel wieder an. Leon Goretzka schaltete schnell, spielte einen tiefen Pass auf Harry Kane und der Engländer legte frei vor VfL-Keeper Kamil Grabara auf Teamkollegen Raphael Guerreiro ab.
Wolfsburger Proteste abgewiesen
Der Portugiese schob locker ein und erhöhte auf 5:1. Pikant dabei: Kane hatte genau in dem Raum auf den tiefen Ball gelauert, den Jenz freigemacht hatte. Der Wolfsburger hatte sich zum Zeitpunkt des Goretzka-Zuspiels noch im Mittelfeld aufgehalten und eine große Lücke in der Defensive aufgemacht.
Umgehend beschwerten sich die Wolfsburger Verantwortlichen um Cheftrainer Bauer beim Vierten Offiziellen, direkt im Anschluss an das 5:1 bildete sich eine Spielertraube rund um Badstübner. Der Unparteiische ließ sich davon nicht beeinflussen und pfiff die Partie wenige Momente später wieder an.
Kane ließ gerade einmal 20 Sekunden nach Wiederanpfiff das 6:1 per Traumtor folgen, das 8:1 war Bayerns 14. Sieg im 16. Bundesligaspiel der laufenden Saison.