Der Abschied von Stefan Kuntz beim Hamburger SV kam überraschend. Wie der Klub am 2. Januar bekannt gab, habe der ehemalige Sportvorstand des HSV aus „persönlichen familiären Gründen“ um eine sofortige Beendigung seiner Tätigkeiten gebeten.
Schwere Vorwürfe gegen Stefan Kuntz - Ex-HSV-Boss erstattet Strafanzeige
Schwere Vorwürfe gegen Kuntz
Einem Bericht der Bild zufolge steckt jedoch ein anderer Grund hinter dem Kuntz-Aus in der Hansestadt. Wie das Medium berichtet, sollen schwere Vorwürfe von HSV-Mitarbeiterinnen den Klub dazu verleitet haben, sich von Kuntz zu trennen.
Dabei ist auch von „sexueller Belästigung” die Rede. Ein unangemessener Vorfall sei von mehreren Personen unabhängig voneinander bestätigt worden.
Schwere Vorwürfe gegen Kuntz
Auf SPORT1-Nachfrage war Kuntz für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Der Verein wollte sich auf Nachfrage nicht äußern. Aus dem Umfeld des ehemaligen HSV-Sportvorstands ist jedoch zu hören, dass Kuntz bis zum heutigen Tage nicht weiß, was genau ihm eigentlich vorgeworfen wird. Kuntz habe demnach keine Gelegenheit bekommen, sich zu konkreten Vorwürfen zu äußern.
Nach SPORT1-Informationen hat der 63-Jährige selbst bereits Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Hamburg wegen Nachstellens und unangemessener Liebesbotschaften seit Sommer erstattet. Auch Bild berichtet von einer Anzeige Kuntz‘ gegen Unbekannt wegen Stalkings.
Unter dem Sportvorstand hatte der HSV im Sommer nach sieben vergeblichen Anläufen den Sprung zurück in die Bundesliga geschafft. In der laufenden Saison kämpft der Nord-Klub um den Klassenerhalt.