Das Kapitel Victor Boniface bei Werder Bremen ist im Prinzip vorzeitig abrupt geendet. Wie der Nord-Klub am Samstag bekannt gab, fällt der Nigerianer monatelang aus und wird für Werder nicht mehr auflaufen.
"Tragisch für den Jungen": Völler leidet mit Boniface
Völler leidet mit Boniface
DFB-Sportdirektor Rudi Völler äußerte sein Mitgefühl für den Stürmer, der seit geraumer Zeit eine von Verletzungen geprägte Karriere durchmacht. „Das ist natürlich tragisch. Als Simon Rolfes ihn geholt hat, hatte er schon zwei Knieverletzungen hinter sich. Dann kam noch eine dazu und das ist natürlich tragisch für den Jungen“, befand Völler im Doppelpass auf SPORT1.
Boniface vom Verletzungspech verfolgt
Bitter sei vor allem, dass Boniface erst 25 Jahre alt ist. Im Trikot seines Stammvereins Bayer Leverkusen habe er in der Double-Saison 2023/24 „außergewöhnlich“ gut gespielt und „unglaubliche Leistungen“ gebracht.
Boniface war im Sommer 2023 aus Belgien nach Leverkusen gewechselt und wurde auf Anhieb fester Bestandteil der Mannschaft um Xabi Alonso, die ungeschlagen Deutscher Meister wurde und den DFB-Pokal gewann. Mit der Verpflichtung des Nigerianers ging Bayer ein gewisses Risiko ein, zwei Kreuzbandrisse hatte er in jungen Jahren schon erlitten.
„Man weiß, dass seine Karriere ein Auf und Ab war. Bremen ist mit ihm ein Risiko eingegangen, aber Leverkusen damals ja auch und ist Double-Sieger geworden. Das gehört dazu. Ich hoffe für den Jungen, dass er zurückkommt“, erklärte Ex-Profi Jan Age Fjörtoft. „Du brauchst auch Glück in der Fußball-Karriere, um diese Verletzungen auch vom Timing nicht zu bekommen.“
SPORT1-Experte Stefan Effenberg stimmte Völler und Fjörtoft zu und nannte in erster Linie die fehlende Fitness, weshalb Boniface bei Werder nicht funktionierte. „In Leverkusen war er wirklich bei 100 Prozent, da war er richtig stark, bei Bremen hatte er aber die Fitness nicht. Ein Top-Speed von unter 30 km/h - das ist natürlich schwierig.“
Für Werder lief der Stürmer elfmal auf und blieb dabei torlos. Zwei Assists gelangen ihm dabei.