Bundesliga-Schiedsrichter Patrick Ittrich wird in der heißen Phase dieser Saison wohl nicht im Abstiegskampf zum Einsatz kommen - obwohl er bislang häufig bei Partien mit Teams aus der unteren Tabellenregion an der Pfeife war.
Wegen HSV: Wo dieser Bundesliga-Schiedsrichter nicht pfeifen wird
Bundesliga-Schiri wohl „außen vor“
Hintergrund ist Ittrichs Herkunft: Der 47-Jährige ist gebürtiger Hamburger - und darf als solcher keine Spiele des Hamburger SV und des FC St. Pauli leiten. Das bleibt aber nicht die einzige Einschränkung.
Im Interview mit SPORT1 verriet er: „Es ist ja auch so, dass man als Hamburger, wenn es gegen Ende der Saison geht, auch die Mannschaften nicht pfeift, die mit den anderen Mannschaften im Abstiegskampf sind.“ Soll heißen: Bei potenziellen Konkurrenten des HSV und von St. Pauli um die Ränge über dem Strich wird Ittrich auch nicht auf dem Platz stehen.
Ittrich eigentlich Spezialist für Abstiegskampf
Aktuell befindet sich der HSV auf Rang 13 der Tabelle, vier Punkte entfernt vom Relegationsrang. Dort steht im Moment St. Pauli, dessen Heimspiel am Samstag gegen RB Leipzig aufgrund der Wetterbedingungen am Freitag abgesagt wurde.
Aufgrund der Tabellenkonstellation werde Ittrich in den entsprechenden Spielen „wahrscheinlich außen vor sein“, meinte er selbst: „Also, davon kann man ausgehen. Ich weiß nicht, wie sich die Saison noch entwickelt. Aber nach jetzigem Stand ist das so.“
Generell war der hauptberufliche Polizist häufiger bei brenzligen Spielen um den Klassenerhalt im Einsatz: „Da kann ich gut schlichten. Das sind Spiele, die gut zu mir stehen.“
Ittrich hatte einen Großteil der vergangenen Saison verpasst, im Sommer meldete er sich zurück. In der laufenden Spielzeit absolvierte er sechs Spiele und verteilte dabei 22 Gelbe und eine Rote Karte.