Keine Mannschaft ist derzeit so erfolgreich in der Bundesliga wie die TSG Hoffenheim – nicht einmal Tabellenführer FC Bayern München. Während der FCB zuletzt zweimal sieglos blieb, ist man in Sinsheim im Jahr 2026 noch ungeschlagen und feierte fünf Siege in Serie. Mit 42 Punkten steht Hoffenheim nach 20 Spielen so gut da wie noch nie in der 18-jährigen Bundesliga-Geschichte des Klubs.
"Bayern macht nichts zu einer normalen Bundesliga-Mannschaft"
„Die sind verdammt gut“
Vor dem Spitzenspiel gegen den FC Bayern am Sonntag (17.30 Uhr im LIVETICKER) stellen die Kraichgauer zudem die zweitbeste Offensive und drittbeste Defensive der Liga. Laut TSG-Star Tim Lemperle ist das Erfolgskonzept der Hoffenheimer dabei einfach erklärt.
„Wir beschäftigen uns extrem viel mit den Basics“, sagte der Stürmer im exklusiven SPORT1-Interview: „Also in jedem Spiel mehr als der Gegner zu laufen, auch was die intensiven Läufe angeht. Dort sind wir extrem hungrig, das Woche für Woche abzuspulen.“
Hoffenheim „heiß“ auf Spitzenspiel gegen Bayern
Als Tabellendritter könnte Hoffenheim am Wochenende die Spannung im Meisterschaftsrennen noch einmal deutlich erhöhen und den Rückstand auf die Münchner auf bis zu sechs Punkte verkürzen. Entsprechend motiviert zeigte sich auch Lemperle.
„Wir sind da echt heiß drauf und wollen einfach zeigen, was wir draufhaben“, erklärte der 24-Jährige. Dennoch räumte Lemperle, der in dieser Saison bislang auf sechs Tore und zwei Vorlagen kommt, auch ein: „Natürlich ist es in München ein extrem schweres Spiel, da ist schon der ein oder andere Gegner unter die Räder gekommen. Wir werden am Sonntag mit ganzer Kraft alles dagegen stemmen.“
Darüber hinaus teilte Lemperle nicht die Vermutung, dass die Bayern nach einer kleinen Formkrise nun „großartig ins Schwächeln“ kommen könnten. „Sie haben jetzt viele Spiele gehabt und die Saison wird auch immer länger. Sie macht nichts zu einer normalen Bundesliga-Mannschaft, die sind verdammt gut“, schilderte er.
Lemperle bleibt trotz TSG-Höhenflug demütig: „Wäre der falsche Weg“
Mit Blick auf die internen Saisonziele der TSG verwies Lemperle auf Mitspieler Andrej Kramaric, der diesbezüglich „immer viel Gutes zu sagen“ habe. Der Kroate sprach nach dem Sieg gegen Union Berlin (3:1) bei Sky unter anderem vom besten Hoffenheimer Kader der letzten zehn Jahre.
„Es ist gerade Winter, und es sind noch viele Spiele zu gehen“, mahnte Lemperle aber. „Ich glaube, wenn wir jetzt anfangen, uns schon irgendwas auszumalen oder stolz auf etwas sind, das wir noch nicht erreicht haben, dann wäre das der falsche Weg.“
Aktuell befindet sich Hoffenheim jedoch auf Kurs, sich zum erst zweiten Mal in der Klubhistorie für die Champions League zu qualifizieren. In der Saison 2018/19 war man in der Gruppenphase als Schlusslicht der Gruppe F hinter Manchester City, Olympique Lyon und Schachtar Donezk ausgeschieden.
Im Weg scheint man sich in Hoffenheim derzeit lediglich selbst zu stehen. Ausgerechnet vor dem Topspiel am Sonntag sorgt ein interner Machtkampf für Unruhe, der die Zukunft von Sport-Geschäftsführer Andreas Schicker und Cheftrainer Christian Ilzer beeinflussen könnte.