Markus Krösche hat mit kritischen Sätzen über Eintracht Frankfurts ehemaligen Cheftrainer Dino Toppmöller aufhorchen lassen.
Bundesliga: Krösche-Spitze gegen Toppmöller
Krösche-Spitze gegen Toppmöller
Auf der SPOBIS Conference in Hamburg wurde der 45-Jährige deutlich, als er auf Toppmöllers Führungsstil angesprochen wurde. „Man muss ehrlicherweise sagen: Wenn eine gewisse Struktur von außerhalb des Platzes fehlt, ist es schwierig, eine Struktur auch auf dem Platz zu bekommen“, befand Krösche.
Das wirft Krösche Toppmöller vor
Toppmöller wurde am 18. Januar von seinen Aufgaben als Cheftrainer entbunden und freigestellt, neuer Hauptverantwortlicher an der Seitenlinie ist seit Montag der Spanier Albert Riera.
In Hamburg beschrieb Krösche, wie sich die Mannschaft unter Toppmöllers Leitung zunehmend verselbstständigte und von einer Einheit abrückte. Der Vorwurf einer „zu langen Leine“ steht im Raum. „Wenn gewisse Richtlinien zu weit sind, dann ist es menschlich, dass vielleicht die eine oder andere Entwicklung so ist, dass man sich nicht mehr dem Kollektiv unterordnet, sondern irgendwo jeder seinen eigenen Weg geht.“
Auf dem Feld habe sich laut Krösche eine „Rette sich, wer kann‘-Mentalität“ breitgemacht, „wo wir nicht mehr als Kollektiv gearbeitet haben, sowohl mit dem Ball als auch gegen den Ball.“
Die Folge: Frankfurt kassierte unter Toppmöller in 18 Bundesliga-Spielen satte 39 Gegentore und rutsche Woche für Woche in einen größeren Negativstrudel. Auch unter dem Interims-Duo Dennis Schmitt und Alexander Meier kassierte Frankfurt weiter reichlich Gegentore und blieb in Pflichtspielen seit dem 13. Dezember sieglos.