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DFB reagiert auf VAR-Wirbel in Köln

DFB reagiert auf VAR-Wirbel in Köln

Eine umstrittene Entscheidung im Spiel zwischen Köln und Leipzig sorgt weiter für Aufregung. Nun meldet sich der DFB in Person von Ex-Schiri Marco Fritz zu Wort.
Nach der knappen 2:1-Niederlage gegen RB Leipzig zeigt sich Köln-Trainer Lukas Kwasniok enttäuscht. Für ihn wäre ein Remis verdient gewesen.
Eine umstrittene Entscheidung im Spiel zwischen Köln und Leipzig sorgt weiter für Aufregung. Nun meldet sich der DFB in Person von Ex-Schiri Marco Fritz zu Wort.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat die umstrittene Entscheidung von Schiedsrichter Frank Willenborg und seinen Video-Assistenten im Spiel zwischen dem 1. FC Köln und RB Leipzig (1:2) verteidigt.

DFB-Regelexperte Marco Fritz schlug sich auf die Seite Willenborgs, der den Kölnern in der 77. Minute aufgrund einer Abseitsposition im Vorfeld einen Handelfmeter verwehrte. Im Fokus der Debatte stand dabei, dass RB-Kapitän David Raum den Ball nach Meinung der Unparteiischen unkontrolliert gespielt habe.

DFB erklärt umstrittene Schiri-Entscheidung

„Bei Raums Kopfball waren die regeltechnischen Voraussetzungen für ein kontrolliertes Spielen des Balles nicht gegeben“, erklärte Ex-Schiedsrichter Fritz am Montag auf kicker-Nachfrage.

„Raum befand sich im Rückwärtslauf, sein Kopfball resultierte schließlich aus einer Sprungbewegung mit begrenzter Kontrolle über Körper, Raum und Situation. Nach aktueller, auch international gültiger Auslegung der Abseitsregel handelte es sich somit nicht um ein kontrolliertes Spielen des Balles“, ergänzte Fritz. Deshalb sei die Abseitsstellung des Kölners Sebastian Sebulonsen „als strafbar zu bewerten“ gewesen.

Der gesamte Ablauf stieß bei den Kölnern auf wenig Verständnis. „Ich sage mal so: Jeder, der ab und zu mal am Kopfballpendel gewesen ist, kann einordnen, dass ein Nationalspieler sehr wohl in der Lage ist, den Ball kontrolliert wegzuköpfen“, meinte FC-Trainer Lukas Kwasniok.

Köln ärgert sich über Entscheidung

„Ich habe gerade das Bild gesehen, ich kann darüber nur lachen, das sind keine Millimeter“, polterte Tom Krauß, laut Thielmann war es gar „eine Frechheit“, nicht auf Handelfmeter und Rote Karte für Baumgartner zu entscheiden.

Was war genau passiert? Leipzigs Christoph Baumgartner rettete einen Abschluss von Kölns Jan Thielmann kurz vor der Linie, als sein Torhüter Peter Gulacsi bereits geschlagen war. Der Österreicher spielte den Ball dabei erst mit dem linken Bein, dann aber deutlich mit dem linken Arm.

Schiedsrichter Willenborg entschied nach minutenlanger Überprüfung, keinen Elfmeter zu geben - aufgrund der erwähnten Abseitsstellung im Vorfeld.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)