In der Bundesliga gegen Hoffenheim traf es noch Minjae Kim, im DFB-Pokal gegen RB Leipzig erwischte es Nicolas Jackson. Der lange Zeit als zu klein verschriene Kader des FC Bayern ist aktuell wieder so gut bestückt, dass Trainer Vincent Kompany in den kommenden Spielen stets einen Star auf die Tribüne schicken muss.
FC Bayern: Eine Tuchel-Weisheit gilt auch für Kompany
Plötzlich ist Bayerns Kader zu groß
Der Belgier selbst machte bereits deutlich, dass er dieses Luxusproblem lange haben will, weil es bedeutet, dass all seine Spieler gesund sind. Der Coach hat dabei genaue Parameter, an denen er seine Entscheidung ausrichtet.
Klare Hierarchie beim FC Bayern
„Es geht darum, auf welcher Position man gut versorgt ist. Gegen Leipzig hatte man offensiv schon genügend Wucht – auch auf der Bank. Daher hat es Jackson erwischt“, sagt SPORT1-Chefreporter Stefan Kumberger in der aktuellen Folge des Podcasts „Die Bayern-Woche“. Eine Nichtberücksichtigung ist für ihn aber auch immer ein Zeichen: „Der jeweilige Spieler weiß dann natürlich, dass er keine Stammkraft ist, sondern lediglich zum erweiterten Kreis gehört.“
Vor dem Pokalspiel gegen RB war in verschiedenen Medien spekuliert worden, dass es bald auch Leon Goretzka treffen könnte. Eine Vermutung, die Kompany am Dienstag auf der Pressekonferenz noch irritiert von sich wies.
Doch Fakt ist: Angesichts der Tatsache, dass Goretzka im Sommer den Klub verlassen wird, muss der Trainer auf dessen Befindlichkeiten weniger Rücksicht nehmen.
Kompany profitiert von Goretzka-Klarheit
„Thomas Tuchel hat einmal gesagt: Klarheit bringt Freiheit. Das gilt jetzt auch für seinen Nachfolger. Es gibt jetzt die Klarheit, dass Goretzka ab Sommer nicht mehr beim FC Bayern spielen wird. Deswegen hat Kompany die Freiheit, ohne Rücksicht zu entscheiden“, erklärt Kumberger.
Es komme aus seiner Sicht nun darauf an, dass der Bayern-Trainer das gut moderiere, weil er im Falle einer Verletztenmisere wieder alle Kräfte für den Erfolg benötige. Bislang sei das Kompany gut gelungen.
Für Kumberger kommt es zudem nicht von ungefähr, dass es zuletzt Kim und Jackson erwischte. Sie seien zu sehr auf ihre Stammpositionen festgelegt und böten nicht die teils umfangreiche Flexibilität wie andere Bayern-Stars.
Die ganze Diskussion sowie alles zu den anderen aktuellen Brennpunkt-Themen rund um den Rekordmeister hören Sie in der neuen Ausgabe des SPORT1-Podcasts „Die Bayern-Woche“ mit Moderatorin Madeleine Etti und Chefreporter Stefan Kumberger.
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