Max Eberl hat Joshua Kimmich nach dessen folgenschwerem Pass beim Sieg des FC Bayern gegen Eintracht Frankfurt öffentlich kritisiert. Nach einem riskanten Anspiel Kimmichs auf Mitspieler Minjae Kim war der Eintracht der Anschluss zum späteren Endstand von 2:3 gelungen.
FC Bayern: "Harakiri!" Eberl rüffelt Kimmich öffentlich
Eberl rüffelt Kimmich öffentlich
Sportvorstand Eberl meinte: „Das hätten wir uns sparen können. Ich weiß, man will viel spielerisch lösen, aber das ist dann ein Stück weit zu viel.“
Er habe selbst als Verteidiger gespielt, betonte Eberl: „Aber dann heißt es irgendwann, wenn die Gefahr zu groß wird, auch mal löschen. Dann musst du dich gar nicht in die Not bringen.“
Kimmich-Pass: Kim für Eberl ohne Schuld
Kimmich hatte einen Pass unter Gegnerdruck quer durch den Strafraum gespielt. Adressat Kim wartete ab, Arnaud Kalimuendo ging dazwischen und traf in der 86. Minute - in einem Spiel, das eigentlich schon entschieden schien.
Eberl bezeichnete den gesamten Vorgang als „Harakiri“. Den zögerlichen Kim nahm er dabei aus der Verantwortung: „Mit dem Tor hat Minjae nichts zu tun.“
Kimmich wiederum schätzte die Situation etwas anders ein. „Generell ja“, sagte er auf die Frage, ob man die Situation auch kompromissloser hätte lösen können.
Befreiungsschläge würden aber die grundsätzliche Ausrichtung des Rekordmeisters verändern. „Dann werden die Gegner mehr und mehr pressen“, befand der Mittelfeldspieler: „Wenn sie merken, wir finden die Lösungen nicht und wir spielen nur die Bälle lang, dann ist es einfacher, gegen uns zu spielen. Dementsprechend sollten wir schon diese DNA beibehalten.“
Ob Kimmich den Ball zum Torhüter gespielt hätte, wenn es sich dabei um Manuel Neuer und nicht um Jonas Urbig gehandelt hätte? „Lassen wir jetzt die Diskussion, oder?“, sagte Eberl.
Eine andere, zur Abschätzung zwischen Risiko und spielerischer Lösung, hat er aber womöglich selbst aufgemacht.