Der Hamburger SV trauert um eine Klubikone: Rekord-Torhüter Horst Schnoor - langjähriger Schlussmann der Ära Uwe Seeler - ist am Mittwoch im Alter von 91 Jahren verstorben. Dies teilte der Bundesligist mit.
Trauer um deutsche Torhüter-Legende
Trauer um deutsche Torhüter-Legende
„Der Hamburger SV gedenkt mit Horst Schnoor eines der größten Keeper und Persönlichkeiten seiner Vereinsgeschichte und drückt seiner Familie sowie allen Freunden sein tiefstes Mitgefühl aus“, hieß es in einer Klubmitteilung: „Ruhe in Frieden, Nummer 1!“
Nur Seeler und Kaltz spielten öfter für den HSV
Schnoor stand zwischen 1952 und 1967 für die Rothosen im Tor und absolvierte insgesamt 507 Pflichtspiele. Kein anderer Schlussmann in der Geschichte der Hamburger kommt auch nur annähernd auf diese Zahl.
Einzig Manfred Kaltz (744) und der die meiste Zeit an Schnoors Seite spielende Uwe Seeler (587) kommen auf mehr Einsätze für den HSV. Zehn Oberliga-Meisterschaften sowie die deutsche Meisterschaft 1960 - zusammen mit Seeler und Charly Dörfel - und der Triumph im DFB-Pokal 1963 fallen in seine Zeit. Schnoor war auch der erste Bundesliga-Torwart der HSV-Historie.
„Mann der tausend Hände“
„Der gebürtige Hamburger war in seiner aktiven Zeit das Sinnbild für Verlässlichkeit“, würdigt der HSV Schnoor, den der 2022 verstorbene Seeler einst als „Mann der tausend Hände“ geadelt hatte.
Nach dem Ende seiner Laufbahn arbeitet Schnoor - nicht verwandt mit dem späteren HSV-Spieler Stefan Schnoor - als Kraftfahrzeugkaufmann und besaß eine Reinigung.
Dem Klub stets verbunden und wurde im August 2007 als erster Torhüter mit einem Handabdruck auf dem „Walk of Fame“ des HSV am Uwe-Seeler-Fuß vor dem Volksparkstadion verewigt.
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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)