Albert Riera hat glasklare Vorstellungen von seiner Arbeit in der Fußball-Bundesliga.
Riera hat klare Vorstellungen: "Ich glaube an meine Ideen"
Eintracht-Kapitän? Riera baut um!
„Ich glaube an meine Ideen. Das Konzept muss stehen. Spieler wollen Optionen und Lösungen. Sie müssen von mir wissen, was zu tun ist“, sagte der neue Trainer von Eintracht Frankfurt bei seiner 57 Minuten dauernden Vorstellung am Dienstag: „Das Selbstbewusstsein ist das Wichtigste für einen Spieler. Meine Spieler müssen clever sein, sie müssen das Spiel verstehen - ich möchte in jedem Spiel Fortschritt sehen.“
Riera folgt in Frankfurt auf Toppmöller
Der 43 Jahre alte Spanier hat die Hessen am Montag als Nachfolger des vor rund zwei Wochen entlassenen Dino Toppmöller übernommen. Sein Debüt feiert der Coach am Freitag beim Auswärtsspiel bei Union Berlin (20.30 Uhr/Sky).
Zuletzt betreute Riera NK Celje in Slowenien. Bei der Eintracht gibt es für den früheren spanischen Nationalspieler jede Menge zu tun: Seit acht Pflichtspielen wartet der mittlerweile ausgeschiedene Champions-League-Teilnehmer auf einen Sieg.
Eine Änderung nahm Riera direkt in der Kapitänsfrage vor, auch wenn Robin Koch genau genommen Spielführer bleibt.
Riera stellt in der Kapitänsfrage um
„Wir haben jetzt sechs Kapitäne. Ich habe es erst gestern so festgelegt. Ich mag es, Leute einzubeziehen, die Charakter haben, die Führungsqualitäten besitzen. Wir haben Anführer, wir haben Charaktere.“
Er wolle Anführer sehen, meinte er weiter: „Ich bringe sie dazu, rauszugehen und mir zu zeigen, wer der Anführer ist! Der erste ist Robin Koch, Mario Götze ist der zweite. Rasmus Kristensen ist der dritte. Arthur Theate der vierte. Und gestern habe ich die Gruppe einen weiteren Kapitän wählen lassen – in diesem Fall ist es Jonathan Burkhardt."
In zwei Wochen werde er dann „seinen“ Kapitän wählen: „Noch einen mit Charakter, der vielleicht meinen Zuspruch braucht, meine Hilfe wegen seines Charakters.“
Riera, der fließend Englisch spricht, trat sehr bestimmend auf und gab bereits mehrere Regeln vor - inklusive Geldstrafen und anderer Sanktionen. „Ich bin bereit. Ich habe alles hier. Ich habe keine Entschuldigungen“, äußerte Riera, der kein konkretes Saisonziel ausgeben wollte: „Wichtig ist die tägliche Arbeit. Wenn wir immer gut arbeiten, wird am Ende auch die Platzierung gut sein. Meine Verantwortung ist, die Spieler besser zu machen.“
Sportvorstand Markus Krösche gab zu Protokoll, dass sich die „Ambitionen nicht verändert“ hätten: „Wir wollen international spielen.“
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