Nach dem 2:2-Remis von Borussia Dortmund bei RB Leipzig war Julian Ryerson stinksauer. Auf dem Weg in die Kabine schimpfte der BVB-Verteidiger lautstark vor sich hin. Der Norweger attackierte vor allem das Gespann um den Unparteiischen Benjamin Brand, der dem BVB wenige Minuten vor Abpfiff einen möglichen Elfmeter verwehrt hatte.
"So eine Pussy!" BVB-Star rastet komplett aus
BVB-Star rastet aus
„So eine Pussy! Der soll sich erklären! Wo ist er? Kommt der gleich zum Interview?“, schrie ein merkbar unter Adrenalin stehender und emotional aufgeladener Ryerson im Innenraum. Auch andere BVB-Spieler und -Verantwortliche waren mit der Entscheidung alles andere als einverstanden.
BVB um Elfmeter gebracht?
Karim Adeyemi war in der 89. Minute nach einem Sprintduell mit Leipzigs Verteidiger Castello Lukeba im Strafraum zu Fall gekommen. Brand entschied sich gegen einen Strafstoß, auch der Videoassistent Christian Dingert verzichtete auf einen Eingriff. Lukeba hatte Adeyemi klar an den Beinen getroffen.
Schiedsrichter Brand sah das anders und verriet, warum er sich gegen einen Elfmeter entschieden hatte: „Adeyemi macht nur eine Bewegung nach links und stellt sein linkes Bein rein. Deswegen für mich kein Foul und kein Elfmeter.“
TV-Experte Lothar Matthäus sah das ein wenig anders. „Er schiebt seinen Körper davor, aber wenn der Schiedsrichter ihn pfeift, dann wird der VAR nicht eingreifen und wird den Elfmeter für Dortmund durchgehen lassen. Für mich war es ein Schlag in die Wade von Adeyemi. Das war ein Kontakt, der einen Elfmeterpfiff verdient hätte“, befand der Rekord-Nationalspieler bei Sky.
Brand lehnt Ryerson-Gespräch ab
Nach seinen heftigen Worten suchte Ryerson das Gespräch mit Schiedsrichter Brand, der einen Dialog mit dem Norweger jedoch ablehnte.
Zum Zeitpunkt der strittigen Aktion führte Leipzig noch mit 2:1, Dortmunds Fábio Silva glich in der fünften Minute der Nachspielzeit noch zum 2:2 aus.