Spielerberater Roger Wittmann hat scharf gegen Karl-Heinz Rummenigge ausgeteilt.
Wittmann teilt gegen Rummenigge aus: "Überhaupt kein Recht, irgendwas zu fordern"
Wittmann teilt gegen Rummenigge aus
„Ich glaube, dass der Kalle nicht der Richtige ist, um über Moral oder Unmoral zu reden“, wurde Wittmann am Donnerstag in der Sendung „Triple“ bei Sky deutlich.
Rummenigge spricht von einem „Rattenrennen“
Demnach hätten Berater beim letzten Transfermarkt 1,347 Milliarden vereinnahmt. „Von was? Von 1,35 Milliarden, oder vielleicht von 30 Milliarden Umsatz? Das ist schon wieder Phishing, künstliche Feindbilder, an die man sich gewöhnt hat. Der Berater und so weiter“, konterte Wittmann die Aussagen von Rummenigge.
Das Aufsichtsratsmitglied des FC Bayern sei gewissermaßen selbst schuld, „weil er in diesem Geschäft mittendrin ist. Das sind die Geister, die ich rief. Die haben das selber gemacht. Wenn du dich mit diesen Spielern abgibst, die sie heute suchen, um Titel zu gewinnen“, sagte Wittmann.
Wittmann: „Die Regeln haben sie selber gemacht“
Der 65-Jährige sprach von geregelten Verhältnissen: „Wenn der Spielerberater heute so wie es der Norm entspricht bezahlt wird, dann erkläre mir, was da unmoralisch ist. Die Regeln haben sie selber gemacht.“
Wittmann forderte Rummenigge indirekt dazu auf, „die Zahl zu nennen, die dieser Industriearm in Europa abgibt. Da kommen Milliardenbeträge raus. Nicht 10, nicht 20. Das sind 30 Milliarden und darüber.“
Berater hätten ja auch eine Existenzberechtigung. „Da hat der Karl-Heinz-Rummenigge überhaupt kein Recht, irgendwas zu fordern. Das hat der gar nicht. Weil er es nicht hat“, sagte Wittmann.
Der einstige Vorstandsvorsitzende der Münchner könne zwar seine Meinung kundtun, aber er müsse den Kontext auch entsprechend einordnen. „Das ist wie, wenn wir sagen: ‚Wir sind dafür, dass wir keine Steuern bezahlen.‘ Dann schreien alle ‚Hurra‘ und keiner weiß, wie es geht. So geht das nicht", stellte Wittmann klar.
Was den Berater an der gesamten Diskussion stört: „Das ist nur ein Thema von Bayern München. Es wird aber behandelt, als wenn das jetzt der Nabel der Welt wäre.“
Wittmann sagte zudem: „Mir ist das Wurst, was die [Anm. d. Red.: Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge] sagen. Der eine schreit die Welt voll. Der andere sagt etwas, das er gar nicht weiß. Die wissen beide nicht, ob der Berater mit dem Spieler jeden Tag in Kontakt steht."
In einem Punkt hatte Rummenigge zumindest eingeschränkt: „Es macht keinen Sinn, irgendwelche Dinge anzuzetteln und zu sagen: Wir müssen die Berater abschaffen. Das ist für mich eine Nonsens-Geschichte.“