Seit Sonntagnachmittag steht fest, dass Dieter Hecking neuer Cheftrainer des VfL Wolfsburg ist und die Niedersachsen vor dem Abstieg in die 2. Bundesliga retten soll.
Dieter Hecking? "Ein ungünstiger Zeitpunkt"
Hecking? „Ein ungünstiger Zeitpunkt“
Dass der Klub erst nach der 1:2-Heimniederlage gegen den Hamburger SV mit einem Trainerwechsel auf die anhaltende Abwärtsspirale reagiert hat, stößt bei Lothar Matthäus auf Unverständnis.
„Wenn du Wolfsburg-Fan bist, dann musst du sagen: ‚Hoffentlich gerade noch rechtzeitig‘. Ich glaube, das hätte man auch schon früher machen können", sagte der TV-Experte bei Sky.
Trainerwechsel: „Es ist Zeit geworden“
Wolfsburg liegt nach dem 25. Spieltag auf Tabellenplatz 17 und hat bereits vier Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz. Zuletzt setzte es drei Pleiten in Folge. „Es ist Zeit geworden, dass man was verändert, wenn man wirklich die Klasse noch erhalten will. Das wird eine schwere Aufgabe für Dieter Hecking“, sagte Matthäus.
Auf eine 2:3-Heimniederlage gegen Augsburg war ein desaströses Auftreten beim 0:4 in Stuttgart gefolgt. Nach der Niederlage gegen den HSV wurden Trainer Daniel Bauer und Sport-Geschäftsführer Peter Christiansen vorzeitig von ihren Aufgaben entbunden und freigestellt.
Heckings erste Dienstreise führt ins Kraichgau, wenn die Wölfe beim Tabellen-Dritten TSG Hoffenheim gastieren. Auch deshalb kritisierte Matthäus den Zeitpunkt des Trainerwechsels.
„Den mache ich nach einem Auswärtsspiel in Stuttgart und nicht nach einer Heimniederlage gegen Hamburg und fahre dann nächste Woche nach Hoffenheim. Das ist ein ganz ungünstiger Zeitpunkt. Es ist schöner für einen Trainer, dann anzufangen, wenn es gegen einen tabellarisch schwächeren Gegner geht“, erklärte Matthäus.
Hecking hatte die Niedersachsen bereits von 2013 bis 2016 trainiert und zur Vizemeisterschaft sowie zum DFB-Pokalsieg geführt.