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Effenberg schimpft im Doppelpass über BVB-Szene

Effenberg schimpft über BVB-Szene

Stefan Effenberg kann nicht nachvollziehen, warum der VAR beim BVB-Sieg in Köln kurz vor Schluss nicht eingriff.
Stefan Effenberg äußert sich zum bevorstehenden Programm des 1. FC Köln mit dem Derby gegen Borussia Mönchengladbach. Mit einer Aussage löst er tosenden Applaus im Doppelpass-Publikum aus - wird dafür aber prompt von Moderator Florian König gefoppt.
Stefan Effenberg kann nicht nachvollziehen, warum der VAR beim BVB-Sieg in Köln kurz vor Schluss nicht eingriff.

Der 1. FC Köln hätte im Bundesliga-Spiel gegen Borussia Dortmund einen Handelfmeter bekommen müssen - so zumindest der Tenor im SPORT1 Doppelpass, als die strittige Szene aus der Schlussphase des Samstagabendspiels besprochen wurde.

Vor allem der Ex-Nationalspieler Stefan Effenberg sprach von einem klaren Strafstoß: „Ja, nach den Regeln auf jeden Fall. Der Arm ist ausgestreckt. Keine Absicht, aber darum geht es nicht bei der Schiedsrichterentscheidung oder so wie es im Regelwerk steht. Dementsprechend wäre das Elfmeter.”

In der Nachspielzeit hatte Dortmunds Yan Couto einen hohen Ball mit dem Unterarm gestreift. Der Schiedsrichter ahndete die Situation nicht, der VAR intervenierte ebenfalls nicht.

Effenberg kritisiert VAR - und bekommt Zuspruch vom DFB

SPORT1-Experte Effenberg zeigte sich entsprechend irritiert. Es sei zwar „völlig normal, menschlich und auch verständlich“, wenn ein Referee auf dem Platz nicht alles sofort erkenne: „Aber bei so einer Situation (vom VAR, Anm) das Kommando zum Schiedsrichter Siebert zu geben und zu sagen, es liegt kein Handspiel vor, dafür habe ich überhaupt kein Verständnis.“

Schließlich sei klar zu erkennen, „dass es definitiv mit ausgestreckten Armen diesen Kontakt gab.”

Am Tag nach der Partie räumte übrigens auch der DFB einen Fehler ein. In einem Statement der DFB Schiri GmbH heißt es: „Zwar war Yan Coutos Orientierung zum Ball dadurch eingeschränkt, dass der unmittelbar vor ihm postierte Kölner Bülter hochsprang und den Ball knapp verpasste. Dennoch war der Ball für den Dortmunder aufgrund der großen Distanz erwartbar, zumal er seine Richtung nicht änderte.“

Und weiter: „Zudem war Yan Coutos Arm vom Körper abgespreizt. Deshalb spricht aus unserer Sicht so deutlich mehr für eine Bewertung des Handspiels als strafbar, dass eine Intervention des VAR angebracht gewesen wäre.“

Ex-BVB-Torhüter Weidenfeller mit überraschendem Argument

Zuspruch erhielt Effenberg auch vom ehemaligen Bundesliga-Trainer Thomas Doll. Dieser sagte im Doppelpass zum ausgebliebenen VAR-Eingriff: „Das ist unverantwortlich in so einer Situation. Dortmund ist natürlich glücklich, aber Köln?“

Doll äußerte Verständnis für Effzeh-Coach Lukas Kwasniok, der sich nach dem späten Aufreger an der Seitenlinie beschwert hatte: „Ich kann den Trainer total verstehen, dass der dann auch komplett ausgerastet ist an der Seite. Die sehen das direkt auf dem iPad und gucken und sagen, das ist nicht möglich, das geht natürlich nicht.“

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Leise Widerworte gab es vom ehemaligen BVB-Torhüter Roman Weidenfeller. Sein Argument: Trotz des Handspiels habe der Kölner Angreifer den Ball problemlos kontrollieren können.

„Ein kleiner Einwand: Ich bin bei Stefan, der hat vollkommen recht, die Körperfläche wird vergrößert, dadurch auf jeden Fall Elfmeter“, sagte er: „Aber der Kölner hat trotzdem die Möglichkeit, den Ball ganz sauber reinzupassen. Das heißt im Prinzip, das Handspiel von Couto zuvor beeinflusst eigentlich den Spieler und die Situation nicht, weil die Kölner ganz normal weiterspielen können.“

Tatsächlich war Linton Maina noch zum Abschluss gekommen und beschwerte sich erst danach. Das Spiel ging ohne Elfer zu Ende, Dortmund siegte mit 2:1.