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Elfmeter für FC Bayern sorgt für mächtig Ärger!

Bayern-Elfer sorgt für Ärger

Bei der Gladbacher Pleite in München ärgern sich die Fohlen über den Referee - und das gleich doppelt.
Eugen Polanski äußert sich nach der Niederlage beim FC Bayern München zum 0:2 durch Konrad Laimer. Der Gladbach-Trainer hadert mit der Entstehung und wittert ein Foul an seinem Spieler Hugo Bolin.
Bei der Gladbacher Pleite in München ärgern sich die Fohlen über den Referee - und das gleich doppelt.

1:4 verlor Borussia Mönchengladbach am Freitagabend in der Allianz-Arena beim FC Bayern. Der Frust bei den Fohlen war nach der Pleite deutlich spürbar – und das vor allem aufgrund des Schiedsrichters.

In der 55. Minute hatte Referee Robert Schröder nach einem Zweikampf zwischen Bayern-Stürmer Nicolas Jackson und Gladbach-Leitwolf Rocco Reitz den Münchnern einen Elfmeter zugesprochen, doch damit nicht genug.

Reitz wurde mit Rot vom Platz gestellt, fehlt kommende Woche beim Kellerduell mit dem FC St. Pauli – und möglicherweise auch noch im rheinischen Derby eine Woche später gegen den 1. FC Köln. Für die Gladbacher ein schwerer Schlag.

„Elfmeter ist klar“, sagte Trainer Eugen Polanski nach der Partie, „leider Gottes ist Rot aber zu hart.“

Gladbach nach Roter Karte erbost

Und weiter: „Wenn man in München etwas holen will - und das wollten wir eindeutig - dann brauchst du einen Gegner, bei dem nicht alles passt und einen Schiedsrichter, der richtige Entscheidungen trifft. Beides lag leider nicht vor. Nach dem Elfmeter und der Roten Karte war das Spiel gegessen, obwohl wir als Mannschaft vor allem in der ersten Hälfte richtig gut dagegengehalten haben.“

Erbost zeigte sich auch Gladbachs Boss Rouven Schröder. „Wir suchen hier keine Ausreden, aber das ist alles richtig schlecht für uns gelaufen. Ich verstehe die Doppel-Bestrafung auch nicht, die Szene kann man sich zumindest mal ansehen“, so der 50-Jährige.

„Man muss auch mal überlegen, was sowas für uns als Verein bedeutet, jetzt vor diesen wichtigen Duellen im Abstiegskampf.“

Referee Schröder begründet Entscheidung

Schröder begründete seine Entscheidung nach der Partie derweil wie folgt: „Ich hatte eine gute Sicht. Der Bayern-Spieler hatte eine bessere Position zum Ball, Rocco Reitz war hintendran und hat zunächst die Arme um den Gegner gelegt.“

Und weiter: „Im Fallen hat er den Spieler ein zweites Mal geklammert. Dadurch kam der Bayern-Spieler nicht sauber zum Abschluss. Da es ein Haltevergehen ist und damit eine klare Torchance verhindert wurde, war regeltechnisch nichts anderes möglich als eine Rote Karte.“

Laut Regelwerk hatte der Unparteiische demnach keine andere Wahl, auch der VAR konnte die Entscheidung nicht korrigieren.

„Die Reduzierung von einer Roten zu einer Gelben Karte ist nur dann möglich, wenn es sich um ein ballorientiertes Vergehen handelt. Für Haltevergehen gibt es nur die Möglichkeit, wenn man pfeift, Rot zu geben“, so Schröder weiter.

Ärger über Foul vor dem zweiten Bayern-Tor

Übrigens: Der Ärger der Gladbacher bezog sich nicht nur auf die Rote Karte. Vor dem zweiten Treffer der Münchner – Konrad Laimer traf nach Vorlage von Luis Díaz – hatte Gladbachs Mittelfeldspieler Hugo Bolin zunächst einen ungenauen Pass gespielt, wurde in der Folge aber von Laimer gestoßen und ging dabei zu Boden.

„Für mich ist das schon ein Foul, er trifft nicht den Ball. Das hätte man überprüfen können“, ärgerte sich Polanski.

Sportchef Schröder pflichtete bei: „Vor dem 0:2 liegt ein Foul an Hugo Bolin vor - aber das wird auch einfach so wegentschieden, ohne jede Überprüfung.“