Nach dem 4:1-Erfolg des FC Bayern am Freitagabend gegen Borussia Mönchengladbach erhielt insbesondere Stürmer Nicolas Jackson viel Lob.
FC Bayern: "Ohne Grund": Kompanys Ärger im Fall Jackson
Kompanys Ärger im Fall Jackson
Bayern-Trainer Vincent Kompany sah eine „sehr gute“ Leistung des Ersatzes von Harry Kane, der wegen eines Schlags auf die Wade nicht mitwirken konnte. So traf Jackson nicht nur zum 4:0, er war auch in der Entstehung des 2:0 involviert und holte den Elfmeter zum 3:0 heraus.
Jackson? „Nichts Falsches gemacht“
Für Kompany ausreichend Gründe, den medialen Umgang mit dem Senegalesen zu kritisieren. „Wenn die Ergebnisse gut sind und die meisten Sachen in der Mannschaft laufen, habe ich in den letzten 18 Monaten gemerkt, dass man ohne einen Grund immer einen oder zwei rausholen muss“, erklärte der Coach: „Das war letztes Jahr oft Serge Gnabry oder vielleicht Kingsley Coman, jetzt ist es Nicolas Jackson.“
Wie Kompany verrät, habe der „Junge nicht schlecht gespielt, nichts Falsches gemacht, super trainiert, ist als Meister vom Afrika Cup zurückgekommen“. Vor dem Spiel gegen Gladbach stand Jackson in diesem Jahr bei 99 Spielminuten. Seit er im Sommer vom FC Chelsea ausgeliehen wurde, sind es 731 Minuten.
„Aber seine Quote in der Zeit, in der er spielt, ist sehr, sehr gut“, machte Sportvorstand Max Eberl deutlich. Und tatsächlich: Jackson erzielte alle 122 Minuten ein Tor. Hier hat aus dem Münchner Kader nur Kane eine bessere Quote, der alle 67 Minuten trifft. Luis Diaz (144), Lennart Karl (192), Michael Olise (220) und Serge Gnabry (242) folgen.
Bei Jackson stehen allerdings die Einsatzzeiten in einem wenig überzeugenden Verhältnis zu Leihgebühr und Gehalt, die in der Summe rund 25 Millionen Euro ausmachen sollen.
Auch wenn Jackson gegen Gladbach überzeugte, wird das aller Voraussicht nach nicht dazu führen, dass die Bayern die Kaufoption im kommenden Sommer in Höhe von 65 Millionen Euro ziehen werden.