Bundesliga>

"Für den FC Bayern ist das eine gute Nachricht"

Der Schicksalsspieler

Leon Goretzka hat beim FC Bayern an Boden verloren, der Bundestrainer sieht in ihm trotzdem eine Stammkraft für die DFB-Elf. Für Julian Nagelsmann ist das mit Risiko verbunden.
Der Bundestrainer spricht in einem ausführlichen Interview über seine Personalplanung im Mittelfeldzentrum. Dabei spricht er sich für einen Routinier aus, was im Netz für Kopfschütteln sorgt.
Leon Goretzka hat beim FC Bayern an Boden verloren, der Bundestrainer sieht in ihm trotzdem eine Stammkraft für die DFB-Elf. Für Julian Nagelsmann ist das mit Risiko verbunden.

Es war eine der Überraschungen, die Julian Nagelsmann im Interview mit dem kicker verkündete: „Stand jetzt wird Leon Goretzka, trotz weniger Spielzeit bei Bayern, gute Chancen haben, zu spielen und eine ähnliche Rolle zu haben wie in der WM-Quali“, sagte der Bundestrainer.

Eine umstrittene Marschroute, schließlich ist Goretzka in München aktuell eher ein Rotationsspieler – und eben keine Stammkraft. Vom Bankdrücker wird er nun zum Hoffnungsträger befördert. Verabschiedet sich Nagelsmann damit von seiner alten Prämisse, dass das Momentum eines Spielers stimmen müsse?

„Man kann Goretzka nur gratulieren“

„Nach dem Leistungsprinzip, gäbe es auf der Sechserposition natürlich auch andere Kandidaten. Man kann Goretzka daher nur gratulieren“, sagt SPORT1-Chefreporter Stefan Kumberger in der aktuellen Folge des Podcasts „Die Bayern-Woche“. Ihn habe die Aussage des Bundestrainers daher auch überrascht.

Diskussionen wird es geben – das hat Nagelsmann bereits offen eingepreist. Gerade bezüglich Goretzka wird nun bei der WM besonders genau hingesehen. Ein Punkt, der auch ein Risiko für den Trainer darstellen könnte.

„Man kann schon sagen, dass sich der Bundestrainer Leon Goretzka als eine Art Schicksalsspieler ausgesucht hat. An dieser Personalie wird er sich messen lassen müssen – ich denke aber nicht, dass der Julian Nagelsmann davor Angst hat“, erklärt Kumberger.

Beim FC Bayern dürfte man die Entwicklung aktuell genau beobachten. Allzu große Debatten um die eigenen Nationalspieler schätzt man in München bekanntlich seit jeher überhaupt nicht. Dass es so weit kommt, ist aber diesmal nicht zu erwarten.

„Man muss sich keine Gedanken machen, dass die eigenen Stars ins mediale Feuer geraten, weil alle Bayern-Spieler, die der Bundestrainer erwähnt hat, bekanntlich gut weggekommen sind. Für die Bayern ist das eine gute Nachricht“, sagt Kumberger.

Werden Sie Teil der „Bayern-Woche“!

Die ganze Diskussion sowie alles zu den anderen aktuellen Brennpunkt-Themen rund um den Rekordmeister hören Sie in der neuen Ausgabe des SPORT1-Podcasts „Die Bayern-Woche“ mit Moderatorin Madeleine Etti und Chefreporter Stefan Kumberger.

Übrigens: Sie können mit unserem „Bawofon“ aktiv an der Bayern-Woche teilnehmen! Schicken Sie uns per WhatsApp Ihre Sprachnachricht mit Fragen, Meinungen, Lob, Kritik und Anregungen an 0151 – 21 63 72 41. Die interessantesten Beiträge werden dann Teil der Sendung. Alle Infos dazu im Podcast.