Leon Goretzka winkt bei der Weltmeisterschaft 2026 offenbar eine tragende Rolle im Mittelfeld der deutschen Nationalmannschaft - und das, obwohl er beim FC Bayern München nur noch zum Kreis der Rotationsspieler zählt.
Nagelsmann lässt bei Goretzka aufhorchen
Nagelsmann überrascht bei Goretzka
Unter Trainer Vincent Kompany absolvierte Goretzka in dieser Saison zwar 32 Pflichtspiele, stand jedoch sowohl in der Champions League als auch im DFB-Pokal bisher kein einziges Mal in der Startelf. Einzig in der Bundesliga durfte der 31-Jährige 16-mal von Beginn an spielen und erzielte dabei zwei Tore. Bundestrainer Julian Nagelsmann stärkte Goretzka im Gespräch mit dem kicker dennoch demonstrativ den Rücken. Vor allem, weil der 67-malige Nationalspieler ein Profil mitbringe, das dem DFB sonst fehlen würde.
WM-Stammplatz für Goretzka? Nagelsmann lässt aufhorchen
„Wir vermissen in Deutschland schon einen richtig stabilen, zweikampfstarken Sechser – auch in der Luft“, erklärte Nagelsmann. Die Optionen im DFB-Mittelfeld seien spielstark und ballsicher, bräuchten aber oftmals einen klaren Partner neben sich.
Goretzka überzeugte den Bundestrainer derweil durch seine Wucht, die konsequenten Aktionen im Strafraum und als entscheidender Faktor bei langen Bällen. „Stand jetzt wird Leon Goretzka, trotz weniger Spielzeit bei Bayern, gute Chancen haben, zu spielen und eine ähnliche Rolle zu haben wie in der WM-Quali“, betonte Nagelsmann folglich.
In den sechs Duellen gegen die Slowakei, Nordirland und Luxemburg war Goretzka im vergangenen Jahr gesetzt und stand nur einmal nicht in der Startelf. Die Qualifikation schloss das DFB-Team mit vier Siegen in Serie ohne Gegentor sowie 13 erzielten Toren ab.
WM 2026: Goretzka kann sich beweisen
Besonders beim knappen 1:0 in Nordirland habe Goretzka mit seiner Kopfballstärke den Unterschied ausgemacht. Auch in den engen Phasen eines WM-Turniers könne sein Profil laut Nagelsmann Spiele entscheiden.
Trotz geschrumpfter Rolle beim FC Bayern könnte Nagelsmann im Sommer also Taktik und Strategie über reine Spielzeit stellen. Vor dem Hintergrund seines im Sommer auslaufenden Vertrags und dem bevorstehenden Abschied vom Rekordmeister bietet sich Goretzka darüber hinaus wohl die Chance, sich bei einem großen Turnier erneut zu beweisen.
Goretzka dürfte jedoch nicht die einzige Personalie bleiben, die für Diskussionen sorgt. „Es wird Entscheidungen geben, das kann ich jetzt schon verraten, die vermutlich nicht auf supergroßes Verständnis stoßen“, sagte Nagelsmann und kündigte damit weitere Überraschungen an.