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BVB: Der heimliche Königstransfer - und die Folgen

Bellinghams Plan ist gefährdet

Der BVB verpflichtet mit Joey Veerman seinen Wunschspieler. Für einen Dortmunder dürfte das allerdings kein Grund zum Jubeln sein.
SPORT1-Experte Stefan Effenberg hat bei all den vielversprechenden Dortmunder Neuzugängen einen klaren Favoriten, der in seinen Augen die beste Investition des Sommer darstellt.
Der BVB verpflichtet mit Joey Veerman seinen Wunschspieler. Für einen Dortmunder dürfte das allerdings kein Grund zum Jubeln sein.

Das Vorhaben von Jobe Bellingham war klar: Sich über den Sommer richtig in Form bringen, um in der kommenden Spielzeit noch häufiger auf dem Platz zu stehen und zu einer wichtigen Säule des BVB zu werden.

Der Engländer arbeitete fleißig und mit unübersehbarem Erfolg an seinem Körper. Alles für sein Ziel, die beste Version von sich selbst zu werden. Doch gerade die Verpflichtung von Joey Veerman könnte seine Ambitionen gefährden.

Darüber diskutieren BVB-Reporter Oliver Müller und SPORT1-Reporter Manfred Sedlbauer in einer neuen Ausgabe des SPORT1-Podcasts „Die Dortmund-Woche“.

Wunschspieler Veerman als heimlicher Königstransfer

Mit dem 27-jährigen Veerman haben Sportdirektor Ole Book und Co. ihren Wunschspieler für das defensive Mittelfeld zum BVB geholt.

„Er ist ein Typ, der keine Probleme mit der Integration haben wird. Ich gehe stark davon aus, dass er am Samstag (Liga-Auftakt gegen den HSV, Anm. d. Red.) von Beginn an auflaufen wird“, legt sich Müller fest und fügt mit einem Lächeln hinzu: „Wenn du es unbedingt willst, darfst du ihn gerne als heimlichen Königstransfer bezeichnen. Wobei: Wir sprechen so viel über ihn, heimlich ist das also nicht mehr, finde ich.“

Über diesen BVB-Transfer „sollte man viel mehr reden“

Sedlbauer bescheinigt dem Niederländer überragende Leaderqualitäten: „Er kann das Spiel lenken, hat ein überragendes Gespür für Raum und Zeit, bringt Ruhe rein und ist ungemein ballsicher.“

Eine erste Kostprobe seines Könnens bot Veerman bereits im Supercup gegen den FC Bayern (1:2), als er nach etwas mehr als einer Stunde in die Partie kam. Lediglich in den Bereichen „Tempo und Dynamik“ sieht Sedlbauer Nachteile.

SPORT1-Experte Stefan Effenberg hob den Transfer im SPORT1-Doppelpass hervor: „Über diesen Transfer sollte man viel mehr reden. Ich sehe ihn an der Seite von Nmecha.“

Ist Bellingham der Leidtragende des Veerman-Transfers?

Leidtragender dieser Prognose wäre demnach Bellingham, der im Supercup enttäuschte: „Die Erwartungen der Bosse und auch seine eigenen sind riesig.“

Der Engländer selbst betonte auf der Japan-Reise des BVB: „Ich habe viele Spiele in meiner Karriere gemacht, ich bin kein junges Kind mehr. Es gibt viele Spieler, die jünger sind als ich.“ Damit unterstrich er seine Ambitionen, eine wichtige Rolle einnehmen zu können.

Sedlbauer sieht Bellingham zwar auf einem guten Weg, warnt aber vor den Konsequenzen der Veerman-Verpflichtung: „Er hat definitiv einen großen Schritt nach vorne gemacht. Ob das auf Dauer reicht, Startelf zu spielen, bezweifle ich. Aktuell scheint es eher so, als könnte er ins Hintertreffen geraten“, befürchtet der SPORT1-Reporter.

Kommt es zum überraschenden Konkurrenzkampf?

Doch auch den vermeintlich gesetzten Spieler auf der Doppelsechs, DFB-Star Felix Nmecha, sieht BVB-Coach Niko Kovac noch nicht dort, wo er ihn gerne haben würde.

Zudem erkennt Sedlbauer in Nmecha und Veerman „ähnliche Spielertypen, die ihre Stärken in der Offensive haben. Bellingham wäre da eher einer, der einen von beiden den Rücken freihalten kann.“ Damit könnte es beim BVB auch zu einem überraschenden Konkurrenzkampf zwischen Bellingham und Nmecha kommen.

Marcel Sabitzer scheint nach der Einschätzung der beiden Podcaster hingegen nur Außenseiterchancen auf einen Platz in der ersten Elf zu haben.

Mehr Infos und Hintergründe zum BVB hört ihr ab sofort wieder jeden Montag im SPORT1-Podcast „Die Dortmund-Woche“.