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"Es ist ein Drama!" Uli Hoeneß spricht über Jamal Musiala

Hoeneß geschockt wegen Musiala

Uli Hoeneß meldet sich im Fall Jamal Musiala zu Wort. Der Ehrenpräsident des FC Bayern zeigt sich geschockt - und gibt einige wichtige Antworten zu dem neuerlichen Kollaps des Nationalspielers.
 Wenige Tage nachdem der Profi des FC Bayern im Test gegen RB Leipzig mit Kreislaufproblemen vom Platz muss, geht er im nächsten Spiel gleich wieder nach wenigen Minuten zu Boden.
Uli Hoeneß meldet sich im Fall Jamal Musiala zu Wort. Der Ehrenpräsident des FC Bayern zeigt sich geschockt - und gibt einige wichtige Antworten zu dem neuerlichen Kollaps des Nationalspielers.

Uli Hoeneß hat sich zu den besorgniserregenden Entwicklungen um Jamal Musiala geäußert. Der Ehrenpräsident des FC Bayern zeigte sich von dem erneuten Kollaps des deutschen Nationalspielers geschockt – und beantwortete einige brennende Fragen.

„Wir sind schon länger über die Probleme informiert, aber jetzt ist es gegen Leipzig zum ersten Mal auf dem Platz passiert und für jeden sichtbar“, sagte Hoeneß im Interview mit Sky/RTL: „Da haben wir noch gedacht: Naja, wenn es jetzt nicht so schnell wieder passiert, dann werden die Medikamente, die er nimmt, helfen. Aber dass es vier Tage später wieder passiert, in derselben Form, hat mich vom Hocker gehauen.“

Er sei selten sprachlos, erklärte Hoeneß, der Fall Musiala nahm aber auch ihn mit: „Wir haben mit allem gerechnet, nur nicht mit dieser Häufung dieser Probleme. Es ist ein Drama, speziell für den Jamal.“

Uli Hoeneß leidet mit Jamal Musiala

Musiala war in zwei aufeinanderfolgenden Testspielen zusammengebrochen. Wie der Spieler selbst in einem Statement bekannt gab, seien bei ihm „temporär kurz auftretende, aber gut behandelbare Absencen festgestellt“ worden, „welche auf eine neurologische Dysfunktion zurückzuführen sind“.

Ab wann der FC Bayern von diesen Problemen gewusst habe, wurde Hoeneß gefragt: „Es gab immer wieder Hinweise und auch mal das eine oder andere Problem, das aber nie bei uns stattgefunden hat. Insofern waren wir nicht so involviert. Ich weiß nicht, ob es mal im Training passiert ist. Das halten unsere Leute ja mit Recht auch unter Verschluss.“

Mit den zwei Episoden in kurzer zeitlicher Abfolge gebe es nun aber „natürlich schon ein Problem, in erster Linie für den Menschen Jamal. Ich gehe mit dem Gedanken ins Bett und wache mit dem Gedanken an ihn auf.“

Aber „natürlich“ handele es sich mittelfristig auch für den Verein um ein Problem: „Weil wir im Moment da ehrlich gesagt ziemlich sprachlos sind. Wir haben uns darauf nicht vorbereiten können. Wir müssen erst lernen, mit dieser Situation umzugehen.“

Hoeneß: Bayern hat sich bei Musiala abgesichert

Hoeneß betonte gleichzeitig die bedingungslose Unterstützung für den Spieler. Man habe sich mit Blick auf medizinische Bedenken aber durchaus „ein bisschen abgesichert. Die behandelnden Ärzte, die Neurologen, die Spezialisten, die haben uns auch schriftlich gegeben – das war dringend notwendig – dass aus ihrer Sicht keine Bedenken gegen Hochleistungssport für Jamal gibt. Ohne das hätten wir uns ja fahrlässig verhalten.“

Eine klare Absprache habe nach dem ersten Kollaps gegen RB Leipzig vorgesehen, dass sich Musiala bei einem neuerlichen Vorfall selbst an die Öffentlichkeit wenden werde.

Ob die Leistungsschwankungen des allerdings auch lange verletzten Offensivspielers in der vergangenen Spielzeit mit den neurologischen Problemen zusammenhingen, „haben wir nie genau untersucht. Wir waren immer der Meinung: Nach der WM beginnt eine neue Ära für Jamal. Im ersten Spiel ist es passiert, das hat uns natürlich auf dem falschen Fuß erwischt.“

Hoeneß‘ Fazit: „Ich bin selten sprachlos, aber wir müssen uns erst an diese Situation herantasten.“