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Hamann redet sich wegen Kleindienst in Rage: "Grobe Unsportlichkeit"

Hamann redet sich in Rage

Borussia Mönchengladbach erzielt ein Tor, das nicht hätte zählen dürfen. Dietmar Hamann findet daraufhin überaus deutliche Wort und geht mit Stürmer Tim Kleindienst hart ins Gericht.
Dietmar Hamann ist mit Tim Kleindienst hart ins Gericht gegangen
Dietmar Hamann ist mit Tim Kleindienst hart ins Gericht gegangen
© IMAGO/Laci Perenyi
Borussia Mönchengladbach erzielt ein Tor, das nicht hätte zählen dürfen. Dietmar Hamann findet daraufhin überaus deutliche Wort und geht mit Stürmer Tim Kleindienst hart ins Gericht.

Dietmar Hamann hat sich wegen Tim Kleindienst regelrecht in Rage geredet. Der TV-Experte hat dem Stürmer von Borussia Mönchengladbach im Rahmen der 3:4-Niederlage gegen Aufsteiger SV Elversberg eine „grobe Unsportlichkeit“ vorgeworfen.

Kleindienst hatte einen Einwurf schnell ausgeführt, der später auch zu einem Tor führte (Hugo Bolin, 44.). Das Problem an der Sache: Vor dem Einwurf hatte Kleindienst den Ball im Zweikampf mit Lukas Keidel zuletzt berührt. Demnach hätte es Einwurf für Elversberg geben müssen. Kleindienst nahm sich dennoch den Ball und warf ein. Zurückgepfiffen wurde die Szene nicht.

Hamann: „Das hat mit clever nichts zu tun“

„Er macht es einfach unfassbar clever. Er nimmt sofort den Ball und wirft ein“, sagte Schiedsrichter-Experte Patrick Ittrich bei Sky. Hamann unterbrach: „Patrick, Patrick, Patrick, Patrick! Da muss ich dir jetzt was sagen. Das hat mit clever nichts zu tun. Das ist eine Unsportlichkeit!“

Während Ittrich weiter der Meinung war, dass Kleindienst „clever“ gehandelt habe, begann Hamann zu wüten: „Nein. Das ist nicht clever. Das ist eine Unsportlichkeit. Schlimmstenfalls eine grobe Unsportlichkeit. Ich weiß nicht, ob er den für sowas sperren kann“, erklärte der 53-Jährige.

Ittrich stellte klar, dass eine Sperre nicht möglich sei und derartige Szenen im Regelwerk „nicht verankert“ sind.

Aber Hamann war noch nicht fertig und unterstellte Kleindienst Absicht: „Er weiß hundertprozentig, dass er den Ball ins Aus spielt. Und er gibt dem Schiedsrichter natürlich kaum eine Möglichkeit, weil der Linienrichter steht zu weit weg – der hat’s nicht gesehen. Der Schiedsrichter hat es auch nicht gesehen. Der Kleindienst wusste, dass es kein Einwurf für Gladbach ist. Für mich ist das keine Unsportlichkeit, sondern eine grobe Unsportlichkeit!“

Elversberg legt wahnsinniges Comeback hin

Bereits einige Minuten zuvor hatte Hamann von einem Tor gesprochen, „das ein Witz ist“. Mit dem Pausenpfiff flog dann auch noch der mit Gelb vorbelastete SVE-Trainer Vincent Wagner vom Platz. Er hatte wegen besagter Szene mit Schiedsrichter Martin Petersen diskutiert. Doch der Unparteiische ließ sich nicht auf weitere Diskussionen ein und zückte kurzerhand die zweite Gelbe Karte.

Am Ende gab Gladbach eine 3:1-Führung noch aus der Hand und verlor mit 3:4. „Gladbach war ja wie ein Boxer in den Seilen, in der 12. Runde. Da hat ja gar keiner mehr angegriffen. Absolut auseinandergefallen“, urteilte Hamann.

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