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HSV: Dieser Jubel sorgt für eine große Kontroverse

Provokanter Jubel sorgt für Wirbel

Ransford Königsdörffer wird bei seiner Rückkehr in den Volkspark von Pfiffen begleitet. Spät gibt der Stürmer seine ganz eigene Antwort - und sorgt für Provokationen.
Das 0:0 beim Bundesligaauftakt gegen Paderborn überzeugte wohl nicht jedermann. Mainz-Trainer Urs Fischer kann die Kritik aber offensichtlich nicht verstehen.
Ransford Königsdörffer wird bei seiner Rückkehr in den Volkspark von Pfiffen begleitet. Spät gibt der Stürmer seine ganz eigene Antwort - und sorgt für Provokationen.

Mainz-Profi Ransford Königsdörffer hat mit seinem Jubel beim Bundesliga-Sieg in Hamburg (5:0) für große Kontroversen gesorgt.

In der ersten Minute der Nachspielzeit erzielte der 24-Jährige im Hamburger Volkspark den Treffer zum 5:0-Endstand, schrie seine Freude heraus und setzte beim Jubel zum Knierutscher an. Anschließend hielt er sich beide Hände demonstrativ und provokant hinter die Ohren – so als wolle er allen sagen: „Ich kann euch nicht hören“.

Es war wohl Königsdörffers ganz eigene Antwort auf die Pfiffe der HSV-Anhänger, die nicht nur seinen Jubel begleiteten. Schon bei seiner Einwechslung in der 68. Minute waren vereinzelt Pfiffe zu vernehmen. Der Hintergrund: Königsdörffer war im Sommer nach vier Jahren bei den Hanseaten ablösefrei nach Mainz gewechselt.

HSV-Kritik an Königsdörffer

Offenbar nahmen einige Anhänger dem Aufstiegshelden diesen Schritt übel. „Natürlich provoziert das auf eine gewisse Art und Weise, wenn man da ausgiebig jubelt“, stellte auch DAZN-Kommentator Tom Kirsten fest.

Kuriose Szenen spielten sich nach Abpfiff ab. Wie SPORT1 beobachtete, stürmte Königsdörffer in der Mixed Zone an den anwesenden Journalisten vorbei und ging direkt in die Kabine – allerdings nicht in die der Mainzer, sondern vom HSV.

Vor allem HSV-Kapitän Nicolai Remberg war von der Aktion überhaupt nicht begeistert und ging auf Königsdörffer zu. Nach der Partie äußerte er sich kritisch: „Jeder weiß: Ranso und ich verstehen uns richtig gut. Aber ich bin Kapitän vom HSV, und wenn er hier vor den Fans so jubelt, ist es meine Aufgabe, einfach hinzugehen. Das finde ich nicht korrekt. So zu jubeln … Ich mag ihn als Menschen, aber ich finde es einfach nicht cool“, sagte er am DAZN-Mikrofon.

„Die Nachrichten waren unter der Gürtellinie“

In der Mixed Zone erklärte er noch einmal: „Ich fand, er hat dann schon extrem gejubelt. Natürlich hat er hier viel abbekommen in der Phase, das war schon manchmal echt unter der Gürtellinie, was ich da mitbekommen habe. Das kam vielleicht bei ihm gerade raus, so hatte ich das Gefühl. Danach wollte er auch abklatschen und ich glaube, da hat er gemerkt, es war ein bisschen drüber.“

Phillip Titz verteidigte seinen Mitspieler und versuchte eine Erklärung für den Jubel zu finden. „Ich kann Ransy verstehen. Die Nachrichten, die er bekommen hat, waren unter der Gürtellinie. Er hat es weder zu den Ultras gemacht noch zu der Vereinsführung. Er hat es aus Frust den Leuten gewidmet, die ihm die Nachrichten geschrieben haben. Das geht nicht und da verstehe ich ihn komplett“, sagte er.

Angesprochen auf die Diskussionen zwischen Remberg und Königsdörffer, ordnete HSV-Trainer Merlin Polzin bei DAZN ein: „Das war weniger was gegen mich oder bestimmte Personen. Deswegen will ich das auch nicht überbewerten. Wie das Tor fällt oder wer es macht, ist mir ehrlicherweise scheißegal. Da geht es um andere Dinge und das klären die Jungs unter sich.“

Königsdörffer vor Anpfiff noch verabschiedet

Besonders brisant: Vor Anpfiff der Partie war der Stürmer noch offiziell vom HSV verabschiedet worden und hatte einen kleinen Bilderrahmen als Abschiedsgeschenk erhalten. In seiner Zeit bei den Hanseaten hatte er 138 Pflichtspiele absolviert, dabei 33 Tore und neun Assists beigesteuert.

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Neben Königsdörffer trafen für die Mainzer Sheraldo Becker (19.), Phillipp Mwene (41.) und Doppelpacker Tietz und machten so das Debakel für den HSV perfekt. Nach zwei Spieltagen stehen die Rothosen ohne Punkte auf dem letzten Platz der Bundesliga. Mainz ist mit vier Zählern Vierter.

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