Bundesliga>

SPORT1 - Aktuelle Sportnachrichten, News, Liveticker & Ergebnisse

Scharfe HSV-Kritik an Königsdörffer

Ransford Königsdörffer wird von einigen Ex-Kollegen scharf kritisiert. Es geht um einen provokanten Jubel.
Der Ex-Hamburger Ransford Königsdorffer bejubelt sein Tor zum 5:0 für Mainz 05 aufreizend vor den HSV-Fans. Merlin Polzin, Trainer der Hanseaten, will sich nach dem Debakel jedoch nicht damit aufhalten.
Ransford Königsdörffer wird von einigen Ex-Kollegen scharf kritisiert. Es geht um einen provokanten Jubel.

Für den provokanten Jubel nach dem Treffer gegen seinen Ex-Klub hat der Mainzer Ransford Königsdörffer scharfe Kritik geerntet. In der ersten Minute der Nachspielzeit traf er im Volksparkstadion zum 5:0 für die Mainzer – und verärgerte die Fans seines ehemaligen Klubs mit einem lautstarken Jubel inklusive Knierutscher Richtung Osttribüne, er hielt sich zudem beide Hände hinter die Ohren.

HSV-Kapitän Nicolai Remberg und Mittelfeldspieler Fábio Vieira gefiel diese Jubelgeste gar nicht. Die beiden eilten noch auf dem Spielfeld zum jubelnden Königsdörffer und seinen Teamkameraden, um den Neu-Mainzer damit zu konfrontieren. Im Interview mit DAZN fand Remberg dann klare Worte. „Er hat hier gespielt. Dann so zu jubeln, so doll und so extrem. Wenn du dann einen Knierutscher machst, ist das vielleicht auch nicht cool. Aber ich fand, er hat dann schon extrem gejubelt“, sagte Remberg.

Remberg kritisiert Ex-Kollege Königsdörffer

Für HSV-Kapitän Remberg, der gut mit Königsdörffer befreundet ist, gehöre sich eine solche Geste nicht: „Ich mag Ransi unfassbar gerne. Ich komme unfassbar gut mit ihm klar“, äußerte sich Remberg bei DAZN. „Aber ich bin Kapitän von diesem Verein und wenn einer von unseren Fans jubelt, dann gehört sich das für mich nicht, dann muss ich da hingehen. Das muss ich dann sagen.“

Nach Bekanntgabe seines Wechsels vom HSV zum 1. FSV Mainz 05 erhielt Königsdörffer zahlreiche anfeindende Nachrichten. Remberg, der ihn in dieser Phase öffentlich in Schutz nahm, brachte das auch in die Bewertung der Jubel-Geste mit ein.

„Von außen hat man gar nicht mitbekommen, wie schlimm die Beleidigungen gegen ihn waren. Deswegen muss ich vielleicht jetzt nicht sagen, ich kann ihn verstehen, aber es war schon manchmal echt unter der Gürtellinie, was ich da mitbekommen habe. Das kam vielleicht bei ihm gerade raus“, erklärte Remberg.

Nach Abpfiff ließ Königsdörffer sich noch einmal von den mitgereisten Mainzer Fans feiern, ehe er in den Katakomben kommentarlos an den wartenden Journalisten vorbeizog. Auch HSV-Trainer Melvin Polzin äußerte sich auf der anschließenden Pressekonferenz nur knapp zur Jubel-Thematik: „Wenn wir uns nach so einem Spiel und so einer Leistung mit diesem Thema aufhalten, wäre das der falsche Ansatz.“

Und weiter: „Ich will das nicht überbewerten. Das ist mir scheißegal, wer irgendwas nach einem Tor macht“, erklärte er. Mainz-Coach Urs Fischer fand, dass man die Thematik nicht überziehen solle: „Man sollte es natürlich nicht übertreiben. Aber ich finde, dass sich ein Spieler freuen sollte, wenn er ein Tor schießt.“

Abonniere den Fußball-Newsletter und bleibe immer am Ball! Alle Tore und News direkt in dein Postfach