Bayern-Boss Jan-Christian Dreesen hat sich im FIROCKX DOPPELPASS auf SPORT1 dafür ausgesprochen, dass Elversberg-Trainer Vincent Wagner nach seiner Gelb-Roten-Karte beim spektakulären 4:3-Sieg bei Borussia Mönchengladbach keine Sperre erhält – und damit am kommenden Wochenende gegen den FC Bayern an der Seitenlinie stehen darf.
Sperre gegen Bayern? Dreesen erntet mit Vorschlag im Doppelpass Applaus
Trainer-Sperre? Dreesen mit Vorschlag
Denn eigentlich wäre Wagner nach seinem Platzverweis für das Duell mit den Münchnern am Sonntag (13. September) gesperrt.
„Es wäre ja möglich, für das nächste Spiel keine Sperre auszusprechen“, sagte der CEO der Münchner, nachdem zuvor der zugeschaltete Schiri-Chef Knut Kircher die Szene beurteilt hatte, und ergänzte: „Wenn das alle so sehen …“ Für seinen Vorschlag erhielt Dreesen Applaus.
Novum für Elversberg-Trainer
Wagner hatte am Samstag wegen wiederholten Meckerns kurz nach Abpfiff der ersten Hälfte auf dem Weg in die Kabine die Gelb-Rote Karte gesehen. „Es ist ein Novum für mich“, er sei das erste Mal als Cheftrainer „vom Platz geflogen“, sagte Wagner, der die zweite Hälfte von außen mitverfolgen musste, bei Sky.
Die Elversberger hatten sich nach einem schnell ausgeführten Einwurf von Tim Kleindienst, der zum zweiten Gegentreffer durch Hugo Bolin (44.) geführt hatte, wohl zu Recht beschwert. Die Gäste hatten den Gladbacher Stürmer zuletzt am Ball gesehen.
Wagner diskutierte mit Schiedsrichter Martin Petersen auf dem Weg in die Kabine erneut und musste die Betreuung in der zweiten Hälfte seinem Trainerteam überlassen. Er habe sich „einfach mal in Ruhe“ mit dem Schiedsrichter unterhalten wollen: „Da war keine aggressive Bewegung.“
Sperre gegen den FC Bayern wäre „total bitter“
Er sei „weder gelaufen, noch habe ich mit den Händen gewuselt“. Er habe gewusst, sagte Wagner, „wenn ich irgendwie wackele, fliege ich direkt vom Platz. Deswegen bin ich ganz entspannt, ganz langsam und seicht in seine Richtung gelaufen. Darf ich wohl auch nicht machen.“
Schiedsrichter-Chef Kircher bezeichnete das Ganze am Sonntag im Doppelpass als „in Summe eine unglückliche Situation“.
Gegen Bayern nicht an der Seitenlinie stehen zu dürfen, wäre „total bitter, auf der anderen Seite würde ich mich auch für die anderen Jungs aus dem Trainerteam freuen, dann rücken sie noch mal ein bisschen weiter nach vorne. Das haben sie auf jeden Fall verdient.“
Im ZDF-Sportstudio sagte Wagner noch, dass sich eine Sperre für ihn wie eine „Dreifachbestrafung“ anfühlen würde.
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Mit Sport-Informations-Dienst