FC Bayern: Lennart Karls zweite Antwort

Youngster in der Pflicht? "Ist kein Newcomer mehr"
0:53

Youngster in der Pflicht? "Ist kein Newcomer mehr"

Lennart Karl trifft erneut für den FC Bayern und gibt damit die nächste Antwort auf die jüngsten Unruhen. Seine Teamkollegen und Max Eberl loben den 18-Jährigen.

Er hat es schon wieder getan: Nach seinem frechen Lupfer-Tor im Champions-League-Kracher bei Atlético Madrid (2:0) traf Bayern-Shootingstar Lennart Karl auch beim Bundesliga-Auswärtsspiel in Mainz (2:1) – und gab damit die nächste Antwort auf die jüngsten Unruhen um seine Person.

„Es ist einfach schön, dass Lenny jetzt diese Reaktion hat. […] Er hat einfach gezeigt, wie wichtig er für uns ist. Er ist rotzfrech, er scheißt sich nix. Er spielt, er macht sein Ding – und das freut uns alle sehr“, sagte Sportvorstand Max Eberl nach dem Spiel.

Lennart Karl traf in Mainz zum 2:0
Lennart Karl traf in Mainz zum 2:0Lennart Karl traf in Mainz zum 2:0© IMAGO/Nordphoto

Hatte Karl am vergangenen Dienstag noch mit einer vielsagenden Jubelgeste für Aufsehen gesorgt, verzichtete er im nebligen Mainz auf jedwede Provokation. Der 18-Jährige feierte mit seinen Teamkollegen – und wurde explizit von Assistgeber Harry Kane gelobt.

FC Bayern: Harry Kane schwärmt von Lennart Karl

„Ich genieße es, gemeinsam mit Lenny zu spielen. Er schnappt sich den Ball in den engen Räumen, er bewegt sich gern, ich mache die Läufe auf ihn zu. Ich freue mich für ihn, dass er heute wieder getroffen hat“, erklärte der Ballon-d’Or-Gewinner.

Kanes Botschaft: „Da war viel Lärm um ihn (um Karl; Anm. d. Red.). Aber dass er zwei Tore in zwei Spielen hat, zeugt von seiner Mentalität.“

DEINE MEINUNG

Besagter „Lärm“ hatte den Ausgang bei Ehrenpräsident Uli Hoeneß genommen, der sich in einem Interview unlängst kritisch zum öffentlichen Auftritt des Offensiv-Juwels äußerte und ankündigte, mit Karl „ein ernstes Gespräch“ zu führen. Sportvorstand Eberl stieg in die Kritik ein und sprach von dem „einen oder anderen Fehltritt“ des Bayern-Youngsters, was wiederum Berater Michael Ballack auf den Plan rief.

Karl-Jubel? So reagiert Eberl
1:04

Karl-Jubel? So reagiert Eberl

Eberl versucht im Fall Karl zu beschwichtigen

Es folgte Karls Jubelgeste am Dienstag in Madrid, die Eberl nicht weiter kommentieren wollte. Der 53-Jährige versuchte am Samstag in Mainz zu beschwichtigen und hob schon vor dem Spiel Karls Bedeutung für den Rekordmeister hervor.

„Ich habe mit ihm gesprochen und Lenny hat großartig reagiert“, berichtete Eberl bei Sky. „Er hat jetzt gegen Freiburg sehr gut gespielt, gegen Magdeburg ein gutes Spiel gemacht, gegen Atlético ein gutes Spiel gemacht. Das ist die Reaktion, die wir von unseren Bayern-Spielern haben wollen.“

Auch nach der Partie in Mainz unterstrich Eberl, dass es für Karl „keine einfachen Spiele in keiner einfachen Situation“ gewesen seien.

Das hatte auch Teamkollege Joshua Kimmich so gesehen: „Das wird ihm auf jeden Fall guttun. […] Das kann er sich positiv auf die Fahne schreiben, weil einfach der Anspruch steigt. Er ist jetzt nicht mehr der Newcomer, man erwartet Leistung von ihm. Das hat er heute gezeigt und deswegen kann er sehr stolz auf sich sein“, sagte der 31-Jährige.

Abonniere den Fußball-Newsletter und bleibe immer am Ball! Alle Tore und News direkt in dein Postfach