FC-Kritik von Podolski: „Wofür steht die Mannschaft?“

von SID
FC-Kritik von Podolski: „Wofür steht die Mannschaft?“

Die Klubikone blickt kritisch auf die Situation beim 1. FC Köln - und erlaubt sich eine Spitze gegen den Rivalen aus Leverkusen.

Lukas Podolski blickt vor dem Derby gegen Bayer Leverkusen kritisch auf die bisherigen Auftritte des 1. FC Köln. Ihm fehle bei seinem früheren Klub „eine klare Spielidee“, sagte der Weltmeister von 2014 dem Kölner Stadt-Anzeiger: „Ich schaue mir nicht alle Spiele an, aber in denen, die ich sehe, frage ich mich: Wofür steht die Mannschaft?“ Der Kader, ergänzte er, „müsste mehr können, als er auf dem Platz zeigt“.

Podolski verwies auf Borussia Dortmund unter Niko Kovac oder den SC Freiburg mit Julian Schuster. „Bei manchen Mannschaften weißt du, wofür sie stehen. Beim FC wirkt es oft wie ein Durchwursteln – Hauptsache, das Ergebnis stimmt“, monierte der Ex-Nationalspieler, der bei der Frage nach der Arbeit des zuletzt kritisierten FC-Trainers René Wagner auswich: „Kein Trainerjob ist einfach.“

„Bitter“ sei dagegen, dass Köln dem rheinischen Rivalen Leverkusen seit Jahren sportlich hinterherläuft. „Wenn du einen Konzern wie Bayer im Hintergrund hast, der dir vieles verzeiht und Löcher stopft, ist es einfacher als beim FC. Auf der anderen Seite macht Leverkusen mit seinen Möglichkeiten auch gute Arbeit“, sagte der 41-Jährige vor dem Duell am Sonntag (15.30 Uhr/DAZN). In Leverkusen werde das Geld „selten“ verbrannt. Es sei „schade, dass so ein ‚Dorf‘ wie Leverkusen dem FC zeigt, was möglich wäre“.

Für das Derby hat Podolski dennoch eine klare Vorstellung. Die Spieler müssten Leverkusen „von Anfang an aus dem Stadion kicken – zusammen mit den Fans. Es muss rappeln, direkt eine Gelbe Karte geben, irgendetwas passieren“, forderte der frühere Angreifer. Generell müsse das Stadion für die Gegner „die Hölle sein, keine Familienveranstaltung. Sie müssen Angst haben, die Treppe hochzukommen. Wenn die Hymne läuft, muss es brennen“.