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Presse zerlegt PSG-Auftritt

Presse zerlegt PSG-Auftritt

PSG scheidet im Champions-League-Halbfinale gegen Manchester City aus. Die internationale Presse feiert Guardiola und die Citizens – und zerlegt Paris Saint Germain.
Nach dem Erreichen des Champions-League-Finales lobt ManCity-Coach Pep Guardiola die Arbeit von Inhaber Mansour und die Strategie der Klub-Bosse.
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von SPORT1

Manchester City hat Geschichte geschrieben!

Mit dem 2:0 Sieg im Champions-League-Halbfinale gegen Paris Saint Germain erreichten die Citizens erstmals in der Klub-Historie das Finale der Champions League. (Spielplan und Ergebnisse der Champions League)

Neben der starken Leistung des Teams von Pep Guardiola stehen jedoch auch der durchwachsene PSG-Auftritt und die harte Gangart der Pariser im Vordergrund. Nach einer Unbeherrschtheit sah PSG-Star Angel di Maria in der 69. Minute die rote Karte.

SPORT1 fasst die Pressestimmen zusammen:

England

The Sun: Endlich haben es die teuersten "Gatecrasher" der Welt zur schicksten Party im Vereinsfußball geschafft.  Manchester City – der Verein mit einer langen und gegenseitigen Abneigung gegen die UEFA, hat es nach zehn Versuchen in ein Champions-League-Finale geschafft. Während in Manchester der Sommer naht, kämpfte sich Pep Guardiola durch Hagel, Schnee und strömenden Regen, um ein Date mit Chelsea oder Real Madrid auszumachen.

The Mirror: Riyad Mahrez traf in beiden Halbzeiten und schoss Manchester City zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte ins Champions-League-Finale. Es war wieder ein spannendes und hart umkämpftes Duell mit Paris Saint-Germain.

Guardian: PSG verlor sich in einem Nebel aus Frustration und Schuldzuweisungen. Ángel Di María wurde für ein bösartiges Foul an Fernandinho des Feldes verwiesen und Mauricio Pochettino, der Trainer von PSG, betrat das Spielfeld, angeblich um seine Spieler zu beruhigen, aber auch, um sich beim Schiedsrichter Björn Kuipers zu beschweren.

The Independent: Am Ende gewann City dieses politisch brisante Spiel mit großem Abstand, so dass Paris Saint-Germain weniger wie ein lukratives katarisches Staatsprojekt aussah, sondern eher wie Park-Schutt. Das lag nicht nur an der Leistung von City, sondern an der ganzen Geschichte, denn natürlich gab es eine Rote Karte für PSG und eine ohnmächtige Gereiztheit von Neymar.

Frankreich

L'Équipe: Wieder einmal war Pep Guardiola besser als Mauricio Pochettino: Letzterer gewann nur drei der zwanzig Duelle. Seine Entscheidungen (Herrera als Ersatz für den gesperrten Gueye, Icardi vorne, Diallo auf der linken Seite) gingen alle schief. Nachdem sie erst Barça und dann die Bayern ausgeschaltet hatten, konnte PSG kein weiteres Kunststück vollbringen. (Bericht: PSG-Stars von Schiri beleidigt?)

Le Parisien: Der Traum verblasste in der Nacht in Manchester, City war zu stark für Paris. Neymar ist auf dem Spielfeld nicht gestorben. Der Brasilianer gab nicht sein Bestes, ebenso waren, wenn man strenger sein will, einige Einzelleistungen schlichtweg ungenügend.

Le Figaro: Das Ende eines Traumes, welches kein Betriebsunfall ist. PSG mag auf der Suche nach dem Heiligen Gral erneut gescheitert sein, aber das Ausscheiden aus der Champions League ist keineswegs "katastrophal". Es ist aber in ihrem Interesse, eine erfolglose Saison zu vermeiden.

Spanien

Marca: PSG nahm Manchester City den Ball ab, aber nicht das Unentschieden. (…) Die Chancen waren rar gesät. Und ohne Kylian Mbappé war das 1:2 aus dem Hinspiel ein Ding der Unmöglichkeit.

AS: PSG konnte die Überlegenheit im Spiel nicht in Zählbares ummünzen. Vor dem 1:0 hatten sie Angst und danach auch, als Marquinhos die Latte traf und anschließend Di Maria eine klare Chance hatte. Neymar versuchte, sich zwischen den Linien zu bewegen und lauerte auf einen Pass von Verratti. Aber kein Schuss von PSG fand den Weg ins Netz.

Italien

Gazzetto dello Sport: Mission erfüllt: Zum ersten Mal in der Geschichte steht Manchester City in einem Champions-League-Finale, 51 Jahre nach dem letzten Finale in einem Europapokal. Sie erreichten dies völlig verdient, schlugen PSG zuhause und führen ihren dominanten Weg in der Champions League fort.

Tuttosport: Nach dem 2:1-Sieg im Hinspiel gegen PSG gewannen die Citizens auch das Rückspiel dank Mahrez' Doppelpack. Ein Tor in jeder Halbzeit, mit viel Klasse auf beiden Seiten, aber Paris fehlte das Flair, um zuzuschlagen und das Rennen nochmal zu eröffnen. Pochettino zahlte den Preis für das Fehlen von Mbappé (verletzt), Icardi und Neymar konnten sich nicht durchsetzen und Citys Qualität und Organisation machten den Unterschied.