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So euphorisch feiert Ronaldo

So euphorisch feiert Ronaldo

Cristiano Ronaldo sorgt für den nächsten Wahnsinn in Manchester. Die Presse feiert anschließend den portugiesischen Superstar, der unlängst noch in der Kritik stand.
Die Anhänger von Newcastle United haben einen neuen Fan-Gesang. Vor dem Spiel gegen Tottenham Hotspur gaben sie diesen zum Besten.
Christopher Mallmann
Christopher Mallmann
von Christopher Mallmann

„Ronaldo does it again“.

So hat die Daily Mail den Wahnsinn von Manchester in eine Zeile verfrachtet - und jeder Fußball-Fan weiß, was gemeint ist.

Ronaldo macht es schon wieder, da braucht es gar keinen Blick in die Vergangenheit; Ronaldo hat es damals gemacht, er macht es jetzt, er macht es immer. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Champions League)

Konkret ausgedrückt: Der Portugiese hat Manchester United mal wieder gerettet. Nachdem er bereits das entscheidende 2:1-Siegtor gegen den FC Villarreal erzielt hatte - wohlgemerkt in der fünften Minute der Nachspielzeit -, legte er am 3. Spieltag der Champions League mit einem weiteren entscheidenden Treffer nach.

Der Gegner diesmal: Atalanta Bergamo. Die Italiener hatten bis zur 75. Minute mit 2:1 geführt, ehe erst Harry Maguire den Ausgleich erzielte und sechs Minuten später Ronaldo höchstselbst dafür sorgte, dass sich das Spiel zugunsten der Red Devils drehte.

„Ich war genau hinter ihm. Sein Sprung, sein Timing, es war perfekt direkt in die Ecke“, schwärmte anschließend Maguire bei BT Sport.

Ronaldo feiert

Was sich bereits aus den Worten heraushören lässt, ist bei Ronaldo eigentlich schon klar: Der 36-Jährige erzielte das Tor per Kopf, hoch über den Köpfen der anderen - das darf man durchaus metaphorisch verstehen.

Auch der Superstar selbst feierte euphorisch.

„Ja! Das Theater der Träume (Spitzname des Old Trafford, Anm. d. Red.) kocht! Wir leben! Wir sind ManUnited und wir geben niemals auf! Das ist Old Trafford!“, twitterte Ronaldo.

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Kritik an Ronaldo

Mit seinem Treffer gab er zugleich eine Antwort an seine Kritiker, die behauptet hatten, der Ex-Madrilene entziehe sich nahezu komplett der Defensivarbeit. Das hatte The Athletic in einer Analyse festgestellt.

„Normal presst ein Spieler und provoziert so Fehler beim Gegner. Ronaldo macht das aber nicht. Er denkt nur an seine Tore und denkt, dass seine Mitspieler den Ball schon für ihn erobern werden“, sagte zuletzt sogar auch der frühere niederländische Bondscoach Danny Blind, Vater von Ex-United-Spieler Daley Blind, bei Sportnieuws.

Dass Ronaldo sich ernsthaft in seiner Defensivarbeit verbessert hat, bleibt nach dem 3:2-Sieg weiter zu bezweifeln. Dennoch hat er das gemacht, was er am besten kann: Tore schießen - und damit nicht nur sich, sondern vielleicht auch Trainer Ole Gunnar Solskjaer gerettet.

Der Norweger stand zuletzt massiv in der Kritik, Gerüchte über Zinédine Zidane machten dabei die Runde. Nun sollte erst einmal Ruhe in Manchester sein, das mit sechs Punkten auch die Tabellenführung in der Gruppe F übernahm - Ruhe zumindest bis Sonntag, wenn United den großen Rivalen Liverpool in der Liga empfängt.

Mario Pasalic (15.) und Merih Demiral (29.) hatten Bergamo, das weiterhin auf Robin Gosens verzichten mussten, im ersten Durchgang in Führung gebracht. Marcus Rashford (53.) erzielte den Anschlusstreffer.

Im Parallelspiel der Gruppe siegte der FC Villarreal mit 4:1 bei den Young Boys Bern.

Havertz trifft für Chelsea

Während ManUnited also einen knappen Sieg einfuhr, feierte Liga-Konkurrent Chelsea einen klaren Kantersieg an der heimischen Stamford Bridge. Das Team von Trainer Thomas Tuchel fegte mit 4:0 über Malmö FF hinweg. Dabei traf auch Kai Havertz (48.).

Juventus Turin tat es indes ManUnited gleich und siegte ebenso knapp wie spät bei Zenit St. Petersburg. 1:0 endete die Partie für die Alte Dame, das entscheidende Tor erzielte Dejan Kulusevski in der 86. Minute.

Barcelona hatte zuvor einen 1:0-Erfolg über Dynamo Kiew eingefahren. Gerard Piqué sorgte für den einzigen Treffer des Abends (37.).

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