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FC Bayern: Tolisso ersetzt Kimmich

FC Bayern: Tolisso ersetzt Kimmich

Der sportliche Erfolgsdruck ist vor dem nächsten Champions-League-Spiel der Bayern überschaubar - einfach wird das Spiel aus anderen Gründen aber dennoch nicht. Auch weil Julian Nagelsmann bei der Aufstellung improvisieren muss.
Spaltet ein möglicher Corona-Zwist den FC Bayern? Julian Nagelsmann will davon nichts wissen, weiß aber auch, dass beim deutschen Rekordmeister mehr Ruhe einkehren sollte.
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von SPORT1

Der FC Bayern bemüht sich vor dem vorletzten Spieltag in der Vorrunde der Champions League um den Fokus auf das Sportliche - hat dabei aber nur bedingt Erfolg.

Personell dezimiert geht es für den deutschen Rekordmeister zur winterlichen Auswärtsreise nach Kiew - kurz vor dem Anpfiff liegt eine leichte Schicht Schnee auf dem Spielfeld.

Schuld an den Münchner Personalsorgen ist vor allem das leidige Dauer-Thema Corona. Als sich die arg dezimierte Delegation aus München am Montagnachmittag per Sonderflug auf nach Kiew machte, hatte Julian Nagelsmann zwar nur 18 Profis, aber dafür jede Menge Sorgen an Bord. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Champions League)

Tolisso und Nianzou beginnen

Bei der Startaufstellung musste der Münchner Coach improvisieren.

Nagelsmann entschied sich dafür, Joshua Kimmich durch Corentin Tolisso zu ersetzen. In der Defensive erhält der junge Tanguy Nianzou eine Chance, sich von Beginn an zu zeigen.

Offensiv gibt es keine Überraschungen. Hinter Mittelstürmer Robert Lewandowski sollen Kingsley Coman, Thomas Müller und Leroy Sané für Torgefahr sorgen.

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Kiew - Bayern: Die Aufstellung der Münchner

München: Neuer - Pavard, Nianzou, Hernández, Davies - Tolisso, Goretzka - Coman, Müller, Sané - Lewandowski. - Trainer: Nagelsmann

Schiedsrichter: Halil Umut Meler (Türkei)

Champions League: Nagelsmann warnt Bayern-Stars

„Ich glaube nicht, dass die Mannschaft an der Situation zerbricht“, sagte Nagelsmann über die Dauer-Unruhe, er selbst wirkte vor dem Champions-League-Spiel am Dienstag bei Dynamo Kiew aber teilweise dünnhäutig.

„Die Störgeräusche“, klagte er, „gehören ein Stück weit zum FC Bayern dazu.“ Und es sei sicher unglücklich, dass - wie in der Debatte um Gehaltskürzungen für das Quarantäne-Quintett um Impfskeptiker Joshua Kimmich - „Interna ausgeplaudert werden“. Das alles aber, behauptete er, „sind keine Dinge, die unseren sportlichen Erfolg extrem gefährden“.

Wirklich? Pressesprecher Dieter Nickles mahnte die Reporter gleich mehrfach, doch bitte „sportliche Fragen“ zu stellen. Nagelsmann sah sich zu einer eindringlichen Warnung an seine Stars veranlasst: „Wir dürfen nicht den Fehler machen, die Themen drumherum aufs Sportliche zu projizieren.“ (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Champions League)

Ein echtes Team, betonte Nagelsmann, „muss daran wachsen und füreinander da sein. Das heißt nicht, dass man immer dieselbe Meinung hat.“

Champions League: FC Bayern mit zahlreichen Ausfällen

Wie das in der Praxis aussieht, erläuterte Leroy Sane. Im Team „redet man kurz ein bisschen darüber“, sagte er über die Impfdebatte. Als Gesicht der bayerischen Impfkampagne „bin ich einer, der dafür steht“, betonte der Nationalspieler. Er wolle, dass seine Kumpels Kimmich und Serge Gnabry oder die anderen Isolierten „auf dem Platz helfen können. Es sind wichtige Spieler für uns, wir wollen sie gerne dabei haben. Das steht außer Frage.“

Doch neben den fünf Quarantäne-Fällen Kimmich, Gnabry, Jamal Musiala, Eric Maxim Choupo-Moting und Michael Cuisance fehlen beim ukrainischen Meister auch Niklas Süle und Josip Stanisic (beide positiv) sowie Dayot Upamecano (Gelbsperre).

Außerdem sind die angeschlagenen Kingsley Coman und Marcel Sabitzer fraglich. „Es ist nicht so, das wir mit irgendeiner Thekentruppe anreisen“, sagte Nagelsmann jedoch und witzelte über den guten „Betreuungsschlüssel“.

So werden die Bayern in der Champions League Gruppensieger

Ein Unentschieden würde den in der Königsklasse bislang makellosen Bayern, die bereits fürs Achtelfinale qualifiziert sind, zum Gruppensieg reichen. „Wir haben nicht mehr den Ergebnisdruck“, meinte Nagelsmann, „aber wir machen einen großen Fehler, wenn wir da hingehen und sagen, das Spiel interessiert uns nicht mehr.“

Die Champions League, warnte der 34-Jährige seine Rumpftruppe, „ist nie unwichtig - erst recht nicht für Bayern München.“ Und schon gar nicht, wenn es eh überall knirscht und kracht.

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