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Real Madrid: David Alaba, der Abwehrchef, der Kylian Mbappé und PSG stoppte

Alabas gewaltiger Abend

David Alaba hat gegen Kylian Mbappé zunächst Pech, dann gelingt ihm eine Monster-Grätsche. Am Ende packt der Madrider Abwehrchef den Klappstuhl aus.
Paris Saint-Germain geht mit einem Sieg aus dem Hinspiel gegen Real Madrid in die letzte Runde des UCL-Achtelfinals. Für Trainer Mauricio Pochettino gleicht es einem Finale.
David Alaba hat gegen Kylian Mbappé zunächst Pech, dann gelingt ihm eine Monster-Grätsche. Am Ende packt der Madrider Abwehrchef den Klappstuhl aus.

Es lief die 56. Spielminute, als Kylian Mbappé mal wieder im Ferrari-Modus und mit gefühlten 300 km/h auf Thibaut Courtois zustürmte, bereit, den Ball am Real-Keeper vorbeizuschieben. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Champions League)

Wenige Sekunden später lag der 23 Jahre alte Weltstar am Boden, die Kugel nicht im Tor, sondern sicher in den Armen des Real-Keepers, der das Spiel direkt wieder schnell machte, um den Gegenangriff einzuläuten. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Champions League)

Wer für einen Augenblick weggeschaut hatte, konnte mal eben übersehen haben, dass eine gewaltige Kraft Mbappé daran gehindert hatte, sein Werk zu vollenden, das 2:0 zu erzielen und damit das Spiel für PSG vermutlich zu entscheiden.

Das Besondere: Sie schaffte es tatsächlich auf eine faire Weise, durch eine Monster-Grätsche in wirklich letzter Sekunde.

Die gewaltige Kraft, von der die Rede ist, trug in dieser magischen Nacht im Estadio Santiago Bernabéu den Namen David Alaba.

Das österreichische Abwehr-Bollwerk verteidigte in 90 Minuten (fast) alles weg, was nicht bei drei auf dem Baum war – verteidigte Real Madrid nach jenen elektrisierenden 90 Minuten durch ein 3:1 ins Viertelfinale der Champions League.

Mbappé vs. Alaba

Dabei hatte es gar nicht so günstig begonnen. Denn nachdem die Königlichen zunächst sehr konzentriert gegen die stürmenden PSG-Kräfte vorgegangen waren, tat sich in der 39. Minute einmal unverhofft die Lücke auf.

Mbappé preschte hindurch, rannte direkt auf Alaba zu. Der Ex-Bayern-Star wusste sich nicht anders zu helfen, als den sechs Jahre jüngeren Franzosen auf sich zukommen zu lassen, ihn mit einem Stück Abstand zu verteidigen.

Hätte Alaba ihn unmittelbar attackiert, wäre er Gefahr gelaufen, ausgespielt zu werden. So entschied er sich, Stück für Stück zurückzuweichen, die lange Ecke zuzustellen. Doch Mbappé nutzte die offene kurze Ecke und schob den Ball an Courtois vorbei ins Tor.

So sehr es Alaba anschließend zu ärgern schien, dass das Tor gefallen war, und so fragend wie wütend er seinen Keeper anschaute, der in der kurzen Ecke nicht die beste Figur gemacht hatte – so bärenstark meldete sich der 29-Jährige in der weiteren Spielzeit zurück, besonders in Hälfte zwei, wo plötzlich fast alles gelang.

Alaba: „Zweite Halbzeit war magisch“

„Die zweite Hälfte war magisch“, beschrieb Alaba nach der Partie bei DAZN, was sich auf dem Feld ereignet hatte. „Wir wussten, dass wir alles rausholen können mit den Fans. Mit solchen Fans im Rücken ist so etwas möglich.“

Wovon er spricht, ist natürlich die kaum für möglich gehaltene Aufholjagd von 0:1 auf 3:1, die schließlich im völlig irren Klappstuhl-Jubel gipfelte, als Alaba besagtes weißes Möbelstück in den spanischen Nachthimmel reckte, genau vor den Fans, die dem Madrider Abwehrboss frenetisch zujubelten.

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„Wir waren in Hälfte zwei sehr hungrig. Wir haben noch stärker im Pressing agiert. Wir wussten, dass ein Spiel 90 Minuten geht“, meinte der gebürtige Wiener lächelnd – und tatsächlich gibt es ja diesen Spruch bei Real: dass 90 Minuten im Bernabéu sehr lang werden können.

Dass sie genau das für PSG wurden, lag nicht zuletzt an David Alaba, dem Mann mit dem Klappstuhl.

Dem Mann, der Kylian Mbappé mit einer Monster-Grätsche stoppte.

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