Michael Ballack hat in einem Zweikampf von Dayot Upamecano beim knappen Sieg des FC Bayern bei Celtic Glasgow ein elfmeterwürdiges Vergehen gesehen.
Elfer gegen FC Bayern? Nicht nur Gräfe widerspricht Ballack! UEFA reagiert
Elfer? UEFA widerspricht Ballack
Der ehemalige Nationalspieler sprach sich in der strittigen Szene in der 54. Minute für einen Strafstoß für die Hausherren aus. Nach einem ausgiebigen Check durch den VAR hatte Schiedsrichter Jesus Gil Manzano nach eigener Ansicht der Bilder auf Weiterspielen entschieden.
Ballack hatte sich bereits zuvor bei DAZN festgelegt: „Das ist ein Elfmeter.“
Ballack sieht Elfmeter - Gräfe sieht es anders
Auch nach der anderslautenden Entscheidung blieb der langjährige Nationalspieler bei seiner Meinung.
„Er tritt ihm ganz klar auf den Knöchel, somit ist das eigentlich ein Foul. Was heißt eigentlich? Es ist ein Foul. Im Mittelfeld wird das wahrscheinlich gepfiffen“, sagte er im Anschluss an die Partie.
Anders sah das unter anderem der ehemalige Top-Referee Manuel Gräfe: „Top von Gil Manzano, sich nicht vom VAR leiten zu lassen. [...] Upamecano spielt klar den Ball und muss den Fuß irgendwo absetzen“, befand dieser bei X.
Die UEFA teilte die Meinung Gräfes in einem offiziellen Statement: „Der Spieler von Bayern München (Upamecano) hat den Ball vor dem Kontakt zwischen den Spielern auf faire Weise gespielt.“
Was war passiert? Upamecano (SPORT1-Note 3) war im Strafraum in einen Zweikampf mit Celtic-Profi Arne Engels verwickelt worden. Der Bayern-Verteidiger spielte den Ball, während Engels versuchte, diesen wegzuspitzeln. Dabei geriet sein Fuß unter den Upamecanos.
Ein schmerzhafter Treffer, aber für Gil Manzano kein strafbares Vergehen. Upamecanos Aktion galt einzig dem Ball, Engels berührte das Spielgerät nicht.