Bitterer Moment für Minjae-Kim! Der Verteidiger des FC Bayern hat im Champions-League-Spiel gegen Union Saint-Gilloise beim Stand von 2:0 in der 63. Minute die Gelb-Rote Karte gesehen. Immerhin: Auch in Unterzahl brachte München das 2:0 souverän über die Bühne.
Champions League: Bayern protestieren gegen Platzverweis
Bayern nach Platzverweis fassungslos
In der ersten Hälfte leistete sich der Südkoreaner ein taktisches Foul, wofür er unstrittig die erste Verwarnung sah. Große Aufregung gab es dann für die zweite Gelbe Karte.
Kim reagiert auf Platzverweis
Die Gäste zirkulierten den Ball auf Höhe der Mittellinie hin und her, ehe Raul Florucz im Rücken von Kim weglaufen wollte und der Verteidiger seinen Gegenspieler leicht am Arm zog. Florucz ließ sich fallen, der Schiedsrichter Rade Obrenovic pfiff das Foul und zeigte Kim die Ampelkarte.
Nach dem Spiel erwischte SPORT1 den Verteidiger und sprach ihn auf die zweite Gelbe Karte an. Hat er seinen Gegenspieler gehalten? „Ich habe ihn schon gehalten. Es ist ein Foul, aber ich weiß nicht. Ich weiß nicht“, antwortete Kim und drückte damit auch verbal sein Unverständnis über die Entscheidung des Unparteiischen aus.
Auf dem Rasen konnte der Bayern-Star die Welt nicht mehr verstehen und blickte den Schiedsrichter nur ratlos an. Seine Teamkollegen Harry Kane, Joshua Kimmich und Jonathan Tah stürmten zu Obrenovic, um ihn vom Gegenteil zu überzeugen.
Kompany aufgebracht - für Eberl sah es „unglücklich“ aus
Auch Coach Vincent Kompany verstand die Entscheidung nicht und reagierte für seine Verhältnisse recht aufgebracht. Als Kim den Platz verließ hob er als entschuldigende Geste in Richtung der Fans seine Hände.
Sportvorstand Max Eberl erklärte: „Ich habe von der Tribüne ein Halten gesehen. Von oben sah es unglücklich aus. Ich kann nicht sagen, ob es eine Fehlentscheidung war oder nicht, weil ich es noch nicht im Fernsehen gesehen habe.“
Kim solle sich keinen Kopf mehr über die Szene machen. „Minjae geht da weiter, den brauchen wir nicht aufbauen“, meinte der Bayern-Boss.
Ballacks hartes Urteil
„Das wundert mich jetzt, weil es der Linienrichter überhaupt nicht angezeigt hat und der hat eigentlich die bessere Sicht gehabt“, meinte zunächst Michael Ballack während des Spiels bei DAZN.
Als die Fußball-Legende dann aber die Szene noch einmal in der Wiederholung sah, revidierte Ballack: „Das ist dumm und weil er auf der linken Seite der letzte Mann war, kannst du die Gelbe Karte geben und wenn es die Zweite ist, ist es folgerichtig Gelb-Rot.“