Anatoliy Trubin hat sich am Mittwochabend in die Geschichtsbücher der Champions League geköpft! Der Torwart von Benfica Lissabon erzielte gegen Real Madrid den stark umjubelten 4:2-Endstand, durch den es die Portugiesen in die Playoffs geschafft haben. Der Ukrainer ist der erst fünfte Keeper, der in der Königsklasse getroffen hat.
Champions League: Fünfter Torwart mit Treffer! Der "epische" Held von Benfica
Der „epische Held“ von Lissabon
Das erste Torwarttor in der Geschichte der Königsklasse erzielte Hans-Jörg Butt. Am 13. September 2000 verwandelte er für den Hamburger SV gegen Juventus Turin einen Strafstoß. Dies war aber nicht sein einziger CL-Treffer, denn sowohl im Trikot von Bayer Leverkusen (2002) als vom FC Bayern (2009) traf er ebenfalls gegen Juventus vom Elfmeterpunkt.
Per Kopf oder Elfmeter: Torhüter treffen in der Champions League
Kurios: Einen Tag nach Butts drittem Treffer war Sinan Bolat der zweite Keeper, der jemals über ein eigenes Tor jubeln durfte. Er traf mit dem Kopf am 9. Dezember 2009 mit Standard Lüttich gegen AZ Alkmaar zum umjubelten Ausgleich.
Im Anschluss daran dauerte es nur zehn Monate, bis der nächste Torwart einen Treffer erzielte. Am 9. September 2010 bei der 1:3-Niederlage für Hapoel Tel Aviv gegen Olympique Lyon schoss der Keeper vom Elfmeterpunkt das einzige Tor für seine Mannschaft.
Daraufhin folgte eine lange Durststrecke, ehe Ivan Provedel zum umjubelten Helden von Lazio Rom gegen Atlético Madrid wurde. Der Torwart nickte am 19. September 2023 zum 1:1-Ausgleich ein.
Presse feiert Benfica-Helden ab
Am Mittwochabend folgte dann Trubin. In der Presse wurde er anschließend gebührend gefeiert. So schrieb O Jogo von einem „unerwarteten Helden“ und einem „Wunder“. Für Record war es hingegen „Wie im Kino! Benfica qualifizierte sich auf epische, heroische und unvergessliche Weise für die Playoffs der Champions League“. A Bola titelte wiederum: „Absolut episch!“
Benfica brauchte den Treffer von Trubin, denn sonst hätten sie den Einzug in die Playoffs verpasst. Neben den sechs Treffern gab es auch noch zwei Platzverweise für Real. Die Königlichen verpassten durch die Pleite den direkten Einzug ins Achtelfinale und müssen nun in den Playoffs ran.
Dabei wäre es beinahe gar nicht zu dem historischen Moment gekommen. Seine Mitspieler hätten plötzlich „eine Eins“ gezeigt, erklärte Trubin nach dem Spiel: „Aber ich habe es nicht verstanden. Alle sagten mir, ich solle mich beeilen.“
Auf Instagram schriebt er in der Nacht: „Manchmal bringt uns der Fußball mehr, als wir jemals erwarten könnten. Sogar ein Tor zu schießen.“