Nach den erschreckenden Szenen und den Rassismus-Vorwürfen beim Playoff-Hinspiel in der Champions-League gegen Benfica Lissabon hat Real Madrid am Donnerstag bestätigt, dass alle verfügbaren Beweise zu den Vorfällen vom 17. Februar der UEFA vorgelegt wurden. „Unser Verein hat aktiv an der von der UEFA eingeleiteten Untersuchung nach den inakzeptablen Rassismus-Episoden während dieses Spiels mitgearbeitet“, lautete die Stellungnahme des Vereins.
Champions League: Erste Folgen nach Vinícius-Eklat
Erste Folgen nach Vinícius-Eklat
Real Madrid konzentrierte seine Untersuchung demnach vor allem auf die Geschehnisse auf den Rängen des Estádio da Luz, da es als schwierig gilt, die vermeintlichen Beleidigungen von Gianluca Prestianni gegenüber Vinícius Jr. eindeutig zu beweisen. Weiter hieß es, die Königlichen seien „dankbar für die einstimmige Unterstützung und Zuneigung“, die der Brasilianer aus allen Bereichen des Weltfußballs erhalten habe.
Ermittlungen gegen Benfica-Fans
Der Wortwechsel zwischen Prestianni und Vinícius Jr. beim Playoff-Hinspiel in der Champions-League sorgt weiter für Wirbel – eine offizielle Bestätigung der Vorwürfe steht bislang aus. Die Szene, in der der Real-Star von Benfica-Flügelspieler Prestianni rassistisch beleidigt worden sein soll, beschäftigt weiterhin die internationale Fußball-Öffentlichkeit.
Prestianni selbst bestritt die Vorwürfe via Instagram deutlich: „Ich möchte klarstellen, dass ich Vinícius Jr. zu keinem Zeitpunkt rassistisch beleidigt habe, der leider etwas falsch interpretiert hat, das er zu hören glaubte.“
Übereinstimmenden Medienberichten zufolge behauptete der Real-Superstar, er sei als „Affe“ bezeichnet worden. Nicht nur der verbale Schlagabtausch auf dem Rasen sorgte für Diskussionen, auch auf den Tribünen des Estádio da Luz in Lissabon kam es zu erschreckenden Szenen. Einige Benfica-Fans hatten rassistische Gesten in Richtung von Vinícius Jr. gezeigt, der zuvor an der Eckfahne sein Tor bejubelt hatte.
„Rassisten sind vor allem Feiglinge“
Bei der verbalen Auseinandersetzung hatte sich Prestianni das Trikot über Mund und Nase gezogen, somit konnte ihm bislang nichts nachgewiesen werden. Vinícius Jr. reagierte selbst via Instagram und schrieb: „Rassisten sind vor allem Feiglinge. Sie müssen sich das Trikot in den Mund stopfen, um ihre Schwäche zu demonstrieren. Doch sie genießen den Schutz anderer, die theoretisch zur Bestrafung verpflichtet sind.“
In der aktuellsten Stellungnahme betonte der Verein: „Real Madrid wird weiterhin in Zusammenarbeit mit allen Institutionen daran arbeiten, Rassismus, Gewalt und Hass im Sport und in der Gesellschaft zu beseitigen.“